Namen & Neues

Kaputt, kalt, nass

Veröffentlicht am 12.12.2017 von André Görke

Die Kinder der Sportfreunde Kladow kommen jetzt zwar mit dem X34 bequem zu ihren Sporthallen  – nur leider ist die eine (am Ritterfeld) nach Schwelbrand bis Januar geschlossen und die andere (Mary-Poppins-Grundschule) „ohne Heizung und somit ohne Warmwasser“, schimpft SFK-Vorstand Manuela Stein. Und weil aller blöden Dinge 3 sind: Wegen eines Wasserschadens ist auch noch die Turnhalle am Amalienhof seit November gesperrt. Die Obersportfreundin (2700 Mitglieder) schimpft: „600 Sportler stehen vor der Tür!“ Hallo, Rathaus, interessiert das wen? – Quelle: Offener Brief

+++

Hier der Offene Brief der Sportfreunde Kladow, den Manuela Stein verfasst hat („Wir stehen völlig auf dem Schlauch“).

„Als Sportverein im Spandauer Süden sind wir auf öffentliche Sporträume angewiesen, wenn wir uns den gesellschaftlichen Anforderungen stellen und ein vielfältiges Sport- und Bewegungsprogramm unserer Bevölkerung anbieten wollen. Seit mehreren Jahren machen wir auf die unbefriedigende Sporthallensituation in Gatow/Kladow auf-merksam. Der Zuzug junger Familien in den Spandauer Süden hält unvermindert an. Gerade im Kinder- und Jugendbereich sind unsere Bewegungsangebote nachgefragt. In Sportarten wie Leichtathletik, Kindertanz, Kinderturnen werden Wartelisten geführt. Die Hallenkapazitäten im Raum Gatow/Kladow sind begrenzt und ausgeschöpft. Eine Schmerzgrenze ist erreicht, die wir so nicht weiter hinnehmen können.“

Die aktuelle Lage: „Unsere Tischtennisspieler stehen komplett vor der Tür, es findet seit Anfang November kein Training statt, Verbandsspiele mussten abgesagt werden. Durch Zusammenlegen der Gruppen oder Reduzierung der Trainingszeit konnten wenige Sportarten, wie Taekwondo, Judo, Kung Fu, Leichtathletik mit Abstrichen in anderen Hallen untergebracht werden.“

„Die Situation hat sich noch einmal drastisch verschärft mit der Sanierung der Sporthalle der Ritterfeld-Grundschule. Die Sporthalle ist seit Anfang November geschlossen – der Grund: Schwelbrand. Schulsport wie auch Vereinssport finden im Freien statt oder fallen aus.“ Das bleibe bis Anfang Januar 2018 so.
Für die Sportfreunde Kladow bedeute das alles: „30 Kurse pro Woche fallen aus bzw. müssen mit anderen Gruppen zusammengelegt werden. 600 Teilnehmer stehen wöchentlich auf der Straße. Sportarten, wie Tischtennis, Koronarsport, Kindertanz, Eltern-Kind-Turnen, Judo, Taekwondo, Kung Fu, Fit ab 50, Leichtathletik sind am stärksten betroffen. 100 Leichtathleten sind davon betroffen, es bestehen keine Ausweichmöglichkeiten.“

Die Forderung: „Wir fordern das Bezirksamt Spandau auf, unverzüglich erforderliche Reparatur- und Sanierungsmaßnahmen umzusetzen und die Sporthallen für den Schul- und Vereinssport umgehend zu öffnen. Die Sportstättensanierung in Spandau muss „Chefsache“ werden! Wir engagieren uns gern in der Gesellschaft und machen den Spandauer Süden lebens- und liebenswert! Rahmenbedingungen, wie die Bereitstellung von öffentlichen Sportanlagen und Plätzen sind dabei Grundvoraussetzung für unsere Arbeit. Eine wachsende Stadt erfordert auch eine wachsende Infrastruktur! Auch der Spandauer Süden wächst, das sollte in der Sport(raum)entwicklungsplanung berücksichtigt werden!