Namen & Neues
Knobelsdorf-Kaserne: Abbau der Hallen beginnt
Veröffentlicht am 01.01.2018 von André Görke
Gleich zwei Anfragen bekam Daniel Tietze (Linke; Staatssekretär für Integration) kurz vor Weihnachten auf den Tisch. Thema: die 3 Traglufthallen in der Knobelsdorf-Kaserne. Vorgeschichte: Die Dinger wurden 2016 als Notquartier für Flüchtlinge aufgebaut, („Kosten: 2 Millionen Euro“), geschlafen hat da nie einer drin („zu heiß“ – „zu kalt“ – „diente eh nur als Reserve“), im November brach schließlich Wasser ein in eine Halle: Totalschaden, Abriss, Müllplatz. Nachzulesen im Spandau-Newsletter 11/2017. Das wollte Heiko Melzer, CDU, genauer vom Senat wissen. Konkret neu ist das hier: „Anfang 2018 werden auch die beiden anderen Hallen demontiert.“ Tommy Tabor, AfD, fragte ebenfalls beim Senat nach und erhielt eine Kostenschätzung – mit einer neuen Zahl: Allein der Abbau der 3 Hallen kostet „500.000 Euro“. Unterhaltungskosten und Ausstattung 2016: 400.000 Euro. Unterhaltskosten: 2017: 160.000 Euro. Macht zusammen: knapp 3 Millionen Euro.
Ein Gerücht aus dem Sommer (siehe Spandau-Newsletter 07/2017) wurde übrigens konkretisiert: „Die Hallen aus Spandau hätten am Alexanderplatz für die Kältehilfe aufgebaut werden sollen“ – doch die Innenstadt-Kapazität reicht aus. Die Lage in Spandau sieht so aus: „Der Bezirk stellt in der Falkenseer Chaussee 10 Plätze zur Verfügung, die im November zu 60 % ausgelastet waren.“ Heißt übersetzt: 6 Betten waren belegt. – Quellen: Anfrage Melzer (PDF), Anfrage Tabor (PDF)
Hilfe für obdachlose Frauen. Passt zur Meldung eben: Weil das Heim in der Galenstraße marode ist („Wassereinbruch“), stellt die „Herberge zur Heimat“ (Falkenseer Chaussee) in diesem Winter zehn Plätze schutzsuchenden Frauen in Spandau zur Verfügung. – Quelle: Stadtrat Gerhard Hanke, CDU, auf Anfrage von Christian Haß, SPD. André Görke