Namen & Neues

Uni-Standort: Millionär gesucht

Veröffentlicht am 27.02.2018 von André Görke

Schritt für Schritt zur Hochschule für Wirtschaft und Soziales in Spandau: „Wir haben eine Trägergesellschaft gegründet, wir sind online, die Basis steht“, sagt Gabriele Fliegel, und man spürt die gute Laune so richtig durch den Telefonhörer. „Wir suchen jetzt einen Geldgeber … einen Millionär.“ Großes Lachen, aber Vorsicht: Die meint das ernst. Kontakte hat die Frau: Fliegel ist Chefin des Wirtschaftshofes Spandau, der 320 Unternehmen in Spandau vernetzt, auch Konzerne wie BMW, Siemens, Wild. „Die Wirtschaft hat Interesse, den Standort Spandau zu fördern.“ Und: „Spandau wird immer älter, wir brauchen junges Leben, Bildung und Wissenschaft.“ Die Idee der Uni sieht grob so aus: Im Oktober 2019 könnte in der alten Kant-Schule in der Altstadt ein Campus mit Hörsaal und Bibliothek entstehen. Kapazität: erst 50, später 200 Studenten. Fachbereich: Gesundheit und Integration – zwei Top-Themen in Spandau, auch in den kommenden Jahren. Fliegels Uni-Partnerin Britta Marschke (ebenfalls bester Laune) erzählt uns das so: Die FH Spandau solle „keine klassische Hochschule“ sein „nur mit Theorie“, sondern „eine Art Flying University, die rausgeht in die Krankenhäuser, in Flüchtlingsunterkünfte, in die Realität“. Denn: „Integration funktioniert nicht optimal“. Durch die Verdrängung aus der Innenstadt werden noch mehr ärmere Menschen nach Spandau ziehen. Und Kliniken gibt es in Spandau ebenfalls viele. Wer neugierig ist und/oder Millionär: Hier ist die neue Seite der FH: zita-berlin.de

 

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