Namen & Neues

Schinkelpreis: Irre Ideen für die Wilhelmstadt

Veröffentlicht am 13.03.2018 von André Görke

Und hoch die Sektflöte! Heute Abend wird in den Museen Dahlem der renommierte „Schinkelpreis 2018“ verliehen (mit Helmut Kleebank, SPD), im Mittelpunkt: Ideen für die gewaltigen Kasernen der Briten zwischen Ziegelhof und Heerstraße – Arbeitstitel „Stadtoase Spandau“. Mehr als 300 Planer und Architekten (auch aus Russland, Italien, ff.) hatten sich beworben – 10 Gewinner werden heute geehrt. Preisgeld: satte 24.500 Euro. Besonders irre fanden wir den 1. Platz – ja, dürfen wir Ihnen hier nennen –  in der Kategorie „Landschaftsarchitektur“ (3000 Euro) von Marco Stadlin, Dominik Rhyner und Sarah Simon aus der Schweiz. Ihre Idee: Wald+Wiese hinter Kaufland mit Brücken über Täler („Smutsbridge“), Kleingärten, einem großen Weiher, Spazierwegen von der Knobelsdorf- bis zur Heerstraße und einem Balkon oben auf dem Supermarktdach. Tolle Spinnerei! Hier finden Sie den Entwurf. Die Planer haben die Polizeiwache übrigens mal eben platt gemacht. Noch ein Tipp: Achten Sie auf den Entwurf von Dana Synnatschke und Arlett Gehrke („Sonderpreis Lenné-Akademie“) – die beiden verlängern den Südpark geschickt am Schwimmbadparkplatz vorbei bis zur Melanchthonkirche. Was für Sie dabei, Herr Stadtrat Frank Bewig? – Ausstellung: Universität der Künste, Hardenbergstr. 33, Mo-Fr 9-21 Uhr, Sa 11-19 Uhr.

 

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