Namen & Neues

Pinkelrinne kommt weg

Veröffentlicht am 24.04.2018 von André Görke

Spandaus berühmtester Brunnen ist bald Geschichte: Es geht um die „Havelwelle“, liebevoll „Pinkelrinne“ genannt (Fotobeweis). Steht seit 1982 auf dem Markplatz – und seit jener 750-Jahr-Feier auch immer im Weg. Weil die Altstadt entrümpelt wird, hat Stadtplaner Heinz Tibbe („Gruppe Planwerk“) den Künstler Günter Ohlwein, 88, nach Spandau geholt („ein liebenswerter Mann aus der Toskana“).  Der Bildhauer sei selbst irritiert beim Anblick gewesen, so Tibbe. „So hoch sollte der Brunnen nie rausragen“. Weil der Markt begradigt werden soll, kommt die „Havelwelle“ weg – so der Plan. Bürgermeister Helmut Kleebank, SPD, sagte spontan dem Spandau-Newsletter: „Das Pflaster der Altstadt ist schrecklich und nur mit geländegängigem Schuhwerk zu nutzen. Die ‚Pinkelrinne‘ stört und muss einen anderen Platz finden.“ Und wo? Baustadtrat Frank Bewig, CDU, schrieb dem Tagesspiegel-Newsletter: „Ich fände es richtig, wenn die „Havelwelle“ zum Ziegelhof verlegt werden könnte, um uns damit mehr Spielraum auf dem Marktplatz zu verschaffen.“ Irgendwelche Einwände?

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