Namen & Neues

Bürgerprotest in Gatow: "Kraftvoll und laut"

Veröffentlicht am 03.07.2018 von André Görke

Dass die Baustelle in Gatow abgesagt wurde, sollte auch der letzte Flaschenpost-Nutzer an der Havel wissen. Aber wie geht’s weiter? „Es muss geprüft werden, ob Bürgersteig und Parkplätze auch vom jetzigen Straßenrand aus gebaut werden können“, sagt Swen Schulz, SPD. Bürger wollen sich mit ihren Ortskenntnissen einbringen und im September mit Stadtrat Frank Bewig, CDU, treffen. Mit dabei: u.a. Sabine von Stackelberg und Wolfgang Lohrer aus Hohengatow. Lohrer hat bei der knackevollen Bürgerversammlung (Fotobeweis) Mail-Adressen eingesammelt und am Montagabend einen ersten Rundbrief verschickt. „Die Personen im Verteiler sehen wir als potentielle Mitglieder unserer Initiative, die zukünftig rasch auf problematische politische Entscheidungen kraftvoll und laut reagieren kann“, schreibt Lohrer an den Spandau-Newsletter – „nicht nur bei verkehrspolitischen Themen“. Die Parteien im Gemeindehaus (CDU, SPD, Grüne, FDP in der ersten Reihe, der AfD-Vertreter im Türrahmen) werden genau zugehört haben. Kontakt zur Bürgerinitiative: hier

Fehler-Analyse: Nicht-Kommunikation. Nicht nur die Umleitung, sondern auch die Kommunikation war Murks in Gatow. „Wenn eine Verkehrsführung 20.000 Menschen so sehr in Aufruhr bringt, dann ist es etwas schief gelaufen in der Kommunikation“, sagt Bundespolitiker Swen Schulz, SPD. Und dürre Kommunikation wurde oft in Spandau bemängelt (Baumfällungen, X34, Kanalisation ff.). Das Rathaus Spandau mit den Stadträten von SPD, CDU und AfD hat das nicht exklusiv: Wir hätten gern gewusst, warum die Verkehrslenkung die Freigabe für den Baustellenstart so kurzfristig geben wollte. Antwort aus dem Büro um Verkehrssenatorin Regine Günter (parteilos, für Grüne): keine.

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