Namen & Neues
Tschö Kraftwerk: Spandaus nördlichste Siedlung mit 1000 Menschen
Veröffentlicht am 02.10.2018 von André Görke
Der Hambacher Forst wird bald gerodet – Spandau stand so was auch mal bevor: 1976, als 50.000 (!) Bäume in Hakenfelde fallen sollten fürs West-Berliner Kraftwerk am Oberjägerweg. Der Forst blieb Gott sei Dank bzw. Richter sei Dank – stattdessen wurde das Kraftwerk Reuter gebaut. Das Kraftwerk Oberhavel im Spandauer Norden hingegen – mit markantem 120 Meter Schornstein – verlor immer mehr an Bedeutung, wurde stillgelegt und 2009 abgerissen. Dort entsteht jetzt die „Marina Oberhavel“, die am Dienstag, 17 Uhr, Thema im Bauausschuss („B-Plan 5-87b“) auf der Tagesordnung steht. Stadtrat Frank Bewig, CDU, nennt hier im Spandau-Newsletter schon mal die Fakten: Südlich vom Teufelsseekanal – und bereits im Bau – entstehen knapp 140 Wohneinheiten, davon knapp 100 Einfamilienhäuser („31 Grundstücke mit direktem Wasseranschluss an Stichkanälen“). 2019 folgt der Abschnitt nördlich vom Kanal: 18 Stadthäuser mit je 5 Wohnungen, 81 Einfamilienhäuser („14 mit Wasseranschluss“). Kurzum: Wo früher Kraft- und Betonwerk waren, leben bald 1000 Menschen – Spandaus nördlichste Neubausiedlung. Das Kraftwerk ist damit endgültig Geschichte.