Namen & Neues

Birkholz- oder Salomon-Platz: FDP will über tote Bürgermeister abstimmen

Veröffentlicht am 09.10.2018 von André Görke

An Konrad Birkholz, CDU, erinnert ein Bäumchen am Dorfplatz Kladow – daneben steht der Spruch auf einem Holzschild: „Was kümmert es die stolze Eiche, wenn sich eine Wildsau an ihr reibt“. Der ehemalige Bürgermeister war im Frühjahr 2015 gestorben. Jetzt will Matthias Unger, FDP, ihn ehren – und den Rathausvorplatz umbennen. Den Rathausplatz? Hatte nicht die CDU (!) um Stadtrat Gerhard Hanke vorgeschlagen, den namenlosen Platz nach Bürgermeister Werner Salomon, SPD, zu benennen? Hier die Ursprungsidee im Spandau-Newsletter 01/18. Der Antrag wird nun in den Ausschüssen diskutiert, nächstes Mal im Verkehrsausschuss am 16. Oktober – der ist öffentlich. Unger fordert jetzt aber eine Abstimmung der Bürger („möglichst am Tag der Europawahl im Mai 2019″), wer der bessere für diesen Ort sei. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass im Rathaus hinter „verschlossenen Türen“ eine Namensgebung erfolgt. „Beide waren herausragend für unseren Bezirk tätig und jeder hätte es verdient, diesem Platz seinen Namen zu geben. Zur Auswahl sollten die beiden langjährigen und verdienten Bürgermeister gestellt werden.“ Hier der FDP-Antrag Nr. 0968 im Wortlaut. – Ihre Meinung dazu? spandau@tagesspiegel.de

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