Namen & Neues

Wildschweine sollen "ausgelöscht" werden

Veröffentlicht am 06.11.2018 von André Görke

Der Friedhof in den Kisseln ist der größte der Stadt – schöne Anlage, viel Natur, leider fühlen sich auch die Wildschweine sauwohl (und die sind nach dem heißen Sommer 2018 ein echtes Problem, wie Förster Oliver Schuppert hier im Spandau-Newsletter erklärt hat). Aus dem Friedhof wurde Fort Knox gemacht: schwere Türen, tiefe Zäune, ein Gitterrost am Eingang, über das sich die Tiere nicht trauen. Kosten: 200.000 Euro. Der Haken: Die Tiere auf dem Friedhof kommen nicht mehr runter. Im Rathaus hat sich jetzt Jochen Anders, SPD, erkundigt. Seine Frage war dabei so liebevoll wie das Hackebeil eines Fleischers: „Wann ist mit der Auslöschung der Wildschweinpopulation zu rechnen?“ Antwort von Stadtrat Frank Bewig, CDU: „Eine Auslöschung kann nicht terminiert werden.“ Im Herbst 2018 wurde eine Verdrängung trainiert, die nicht ungefährlich ist, wie jeder weiß, der so einem grunzenden Tier mal Hallöchen sagen durfte. Zeitnah werde die echte Verdrängung versucht. Und von wie vielen Tieren reden wir eigentlich? „Derzeit halten sich 3 bis 6 Tiere auf dem Friedhof auf.“ – Quelle: Anfrage Nr. 251