Namen & Neues

"Wie in Neukölln": Ärger über Dreck an der Siemensbahn

Veröffentlicht am 04.12.2018 von André Görke

„Warum liegt hier so viel Müll rum? Ist ja wie in Neukölln.“ Als Berlins Bahnchef Alexander Kaczmarek die Siemensbahn inspizierte, wunderte er sich über den Dreck an der verwilderten S-Bahnstrecke. Kaczmarek kann es einschätzen – er saß einst für die CDU im Rathaus Neukölln. Am Jungfernheideweg lagen Kühlschränke, Sofas, Matratzen, Kinderbetten – teilweise sogar über den Zaun der S-Bahnstrecke gewuchtet. Warum machen Leute so was? Das Thema ist seit Jahren ein Ärgernis im Kiez. Die Siemensbahn selbst ist mittlerweile an vielen Stellen mit Stacheldraht gesichert – wiederum zum Ärger von Hobby-Fotografen, die Bilder von der geheimnisvollen Strecke schießen. Ein Hausmeister der Bahn checkt die Anlage jede Woche. Wann hier S-Bahnzüge rollen? Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, Grüne) hatte hier letzte Woche gesagt: „frühestens 2030“. Die Bahn ist etwas optimistischer – 2028/2029 sei machbar, berichtet mein Kollege Jörn Hasselmann. Die markanten S-Bahn-Stahlviadukte in Siemensstadt könnten übrigens laut Bahn erhalten bleiben: Das hat bei der Hochbahn der U-Bahn in Kreuzberg ja auch geklappt.

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