Namen & Neues

Pfarrer in Gatow: "Wir bauen uns ein neues Dorf"

Veröffentlicht am 18.12.2018 von André Görke

Gatow ist echt ’ne Nummer: schön, schmal, verschnarcht. Mittendrin: Die Dorfkirche um Pfarrer Mathias Kaiser, 47, und dessen Gemeinde (1300 Mitglieder). Die Kirche will dem Ortskern, der eher eine dürre Kreuzung ist (Foto), ein Zentrum geben und sammelt für ein Gemeindezentrum – hier eine Simulation. Wie steht’s, Herr Kaiser? Der Pfarrer blickt im Spandau-Newsletter auf 2019: „Die Zustimmung und der Rückhalt der Gatower beflügeln uns. Wir konnten zinsfreie Kredite von über 150.000 Euro entgegennehmen. Dazu rechnen wir in diesem Jahr mit Spenden von bis zu 10.000 Euro. Der Förderverein hat das Nachbargrundstück zu unserem klapprigen Gemeindehaus gekauft, damit sind wir unserem Ziel schon einen großen Schritt näher gekommen.“ Und weiter: „Nachdem wir in den ersten Monaten Nachbarn und Behörden einbezogen haben, beginnt nun die Planungsphase für uns. Wir freuen uns auf die Entwürfe für die neue Kita, die zwölf Seniorenwohnungen und das Begegnungszentrum mit Café, das wir im Herzen Gatows bauen wollen.“ Sein Traum: „Wir wollen, dass die Seniorenwohnungen 2020 fertig gestellt werden können. Von der Hauptstraße aus, Alt-Gatow/Ecke Plievierstraße, soll der Zugang zum neuen sozialen Zentrum von Gatow entstehen.“ Der Pfarrer hat noch mehr Ideen, um den Dorfkern aufzuhübschen: „Wo sind die Fahrradständer an der Bushaltestelle? Wo gibt es im Zentrum Bänke? Können die wilden Hecken schöner gestaltet werden?“ – Die Gemeinde im Netz: hier

„Quicklebendig“: 1000 Fische für Gatow. Das Dorf ist quicklebendig, das soll auch eine bunte Aktion 2019 werden, verrät uns Pfarrer Matthias Kaiser: „Als Symbol fürs Christentum und das alte Fischerdorf Gatow erscheint uns der Fisch sehr passend zu sein – wir werden mit den Kindern von Gatow bis zu 1000 Papierfische bauen, die dann zu Pfingsten in unserer Kirche aufgehängt werden, so als Mobile, damit auch deutlich wird, wie quicklebendig das Dorf ist.“

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