Namen & Neues

"Bisschen enttäuscht": Der Senat kommt nach Spandau

Veröffentlicht am 19.02.2019 von André Görke

Guck an, wer kommt denn da? Der Senat überquert im Mai 2019 geschlossen die Havel. Das nennt sich „Senatsausflug“ und ist für alle Beteiligten immer eine hübsche Abwechslung. Auf Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) ist Helmut Kleebank, SPD, aber nur so lala zu sprechen. Im Herbst hatte er – immerhin Bezirksbürgermeister für 240.000 Berliner – mit Falkensees Bürgermeister Heiko Müller einen offenen Brief an Günther geschrieben. Tenor der beiden SPD-Politiker: Bitte nicht nur bis zur Landesgrenze denken! Ihre Vorschläge: Ausbau der Falkenseer Chaussee, Verlängerung des Brunsbütteler Damm – und die Verschiebung des B-Tarifs um läppische 700 Meter nach Westen. Die Idee dahinter: Dann würden Pendler am P+R-Bahnhof Seegefeld (bisher C-Tarif) in die Züge einsteigen und mit ihren Autos nicht im billigeren und engen Albrechtshof (B-Tarif) alles vollparken. Da wird Verkehrssenatorin Günther bestimmt mal dem Bezirksbürgermeister persönlich geantwortet ha …  nein, hat sie „leider nicht“, sagt Kleebank, der das „schon enttäuschend“ findet. Er wisse, dass das Land einiges plane zum Ausbau der Regional- oder S-Bahnstrecke nach Westen. „Aber es ist oft so schleppend. Da werde ich vorsichtig.“ Das soll 2019 besser werden: Die Verkehrssenatorin kommt angeblich schon vorher mal nach Spandau. Als Stimmungsaufheller eine spendierte Kugel Eis drüben bei „Florida“. Zitrone oder Schoko, Frau Günther? – André Görke
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Diesen Text haben wir dem neuen Spandau-Newsletter vom Tagesspiegel entnommen, mit dem wir Sie einmal pro Woche gebündelt und kompakt informieren. Den Spandau-Newsletter können Sie komplett und kostenlos bestellen unter leute.tagesspiegel.de.