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Schleuse dicht: der irre Umweg fürs Feuerwehr-Boot

Veröffentlicht am 11.06.2019 von André Görke

Schleuse dicht: der irre Umweg fürs Feuerwehr-Boot. Hoffentlich brennt nicht so schnell ein Schiff im Berliner Norden. Das Löschboot der Berliner Feuerwehr um Chef Karsten Homrighausen wäre keine schnelle Hilfe. Der Grund: Berlins einziges Löschboot (Baujahr: 1974) liegt nämlich in der Wilhelmstadt am Südhafen vor Anker (Foto) – und kommt nicht mehr nach Norden. Dummerweise fällt nämlich im kompletten Sommer die Spandauer Schleuse aus. Grund: eine kaputte Dichtung. Weil’s die aber nicht im Baumarkt-Regal gibt, sondern nur im Spezialitätengeschäft („3,5 Tonnen Gewicht, fünf Meter Länge“), dauert das alles.

Schleuse erst im September wieder frei. Die Schleuse an der Zitadelle kann erst wieder im Herbst in Betrieb gehen, heißt es jetzt in der Zentrale des Schifffahrtsamtes in Kreuzberg. Chef dort ist Michael Scholz. Die Folgen für die 200 Schiffe, die täglich durch die Schleuse müssen, sind enorm – nicht nur für die Frachtkähne. Kreuzfahrt-Kapitäne nehmen andere Routen, fahren die Touristen im Bogen um Berlin herum und halten dann in Potsdam statt in Spandau. Ausflugsdampfer müssen ihre Touren zum Tegeler See streichen. Und die Besatzung des Berliner Feuerwehrbootes müsste im Notfall einen 15-Kilometer-Umweg fahren – über Wedding. Da wird die Blaulicht-Fahrt zur Tagesreise.

„Die Schleusen in der Weltstadt Berlin“. Den Ärger der Kapitäne der „MS Heiterkeit“ und der „MS Wappen von Spandau“ lesen Sie nächste Woche im Spandau-Newsletter. Deren Gemüter sind erhitzt wegen der kaputten Schleuse (und nicht nur deshalb). – André Görke
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