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Baustopp für Radweg Heerstraße - so geht's weiter

Veröffentlicht am 20.08.2019 von André Görke

Baustopp für Radweg Heerstraße – so geht’s weiter. Ring, Ring! Als ich vor drei Wochen über die Baupläne des Radweges an der Heerstraße zwischen Berlin-Spandau und Berlin-Charlottenburg berichtet habe („1,5 Jahre für einen 1,60 Meter breiten Radweg aus Asphalt, plus Gehweg und Laternen“), war die Irritation groß – und zwar in der Chefetage von Verkehrssenatorin Regine Günther, Grüne. Tenor: „400 Tage Bauzeit für 700 Meter Baustelle – ist dieser Plan echt von uns?“ Ja, war er, und so kam es, dass die Chefin diese Baustelle stoppte und um einen neuen Plan bat. Letzte Woche nun Vollzug: Die Ausschreibung wird 2020 erneuert, der fiese Mini-Radweg (Videobeweis) bleibt uns leider erhalten. Aber wie lange?

Heerstraße: Alles zurück auf Null – bis 2023? Die Baustelle ist komplett vermurkst, die frühe Fällung der 61 Bäume war „ein Fehler“ (also der Termin, nicht die Fällung an sich). In Staaken wurden diese jungen Bäume als Ersatz gepflanzt.

So geht es jetzt weiter an dieser vermurksten Baustelle. Die Baustelle wird überarbeitet und die Pläne werden verzahnt mit dem neuen „Radschnellweg“, der 2023 zwischen der City West und Spandau entstehen könnte. Ich hatte es vor zwei Wochen geschrieben: Kann nicht sein, dass der Radweg bis 2022 saniert wird und dann 2023 Bauarbeiter wieder alles aufreißen. Oder? Nee, natürlich nicht, heißt es jetzt im Büro der Berliner Verkehrschefin. Günthers Sprecher Jan Thomsen sagt: „Die Frage, wann an dieser Stelle mit dem Bau begonnen werden kann, ist derzeit Teil der Überarbeitung.“ Kann sein, dass 2021 an dieser Stelle losgelegt wird. Oder 2022. Oder 2023. Warten wir’s ab.

Die Route des neuen Radschnellwegs vom Stadtrand in die City.

Die neuen, späteren „Radschnellwege“ sollen nicht nur glatt und gut beleuchtet sein, sondern auch drei Meter breit. Das wird der Knackpunkt: Dafür ist der Raum neben der Heerstraße viel zu eng. Die Bundesstraße (50.000 Autos, zig BVG-Busse täglich) befindet sich auf einem 20 Meter hohen Damm zwischen zwei Seen. Wird für den Radweg aufgeschüttet? Kommt eine Fahrspur weg? Oder gibt’s einen Kompromiss? Tendenz: c.  – Text: André Görke
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Diesen Text habe ich als Leseprobe dem Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Spandau entnommen. Den – kompletten – Spandau-Newsletter mit exklusiven Nachrichten, Tipps, Terminen und gerne auch Humor gibt es unkompliziert und kostenlos hier: leute.tagesspiegel.de Ich freue mich auf Sie!