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Schönster Park in Spandau: 3 Mio für Umbau der Scharfen Lanke

Veröffentlicht am 05.11.2019 von André Görke

Schönster Park in Berlin-Spandau: 3 Mio für Umbau der Scharfen Lanke. Für viele Leserinnen und Leser ist die Scharfe Lanke der schönste Park in Spandau: Stimmt, super nett da, aber sollte nicht am Havel-Ufer gebaut werden? Die Grünanlage ist nicht mehr ganz frisch. Und der Rad- und Fußgängerverkehr soll entheddert werden. Ich habe Stadtrat Frank Bewig, CDU, nach dem Stand gefragt – 2020 ist nicht mehr so weit. Hier sind meine ersten Infos zur Baustelle, zur neuen Havel-Treppe, zu Mülleimern und Bänken. Bewig kündigt zudem einen neuen Bürgerdialog an. Name: „Spandauer Weg“. Hier das Newsletter-Kurzgespräch.

  • Herr Bewig, 2020 soll die Scharfe Lanke umgebaut werden. Wie ist der aktuelle Stand? „Die Scharfe Lanke ist ein wunderschönes Fleckchen, aber der Park ist ein bisschen in die Jahre gekommen, gerade was die Ökologie betrifft. Deshalb soll die Grünanlage – besonders unter ökologischen Aspekten – umgestaltet und erneuert werden. 2020 soll es mit dem Umbau der Scharfen Lanke losgehen. Zwei Jahre bauen wir für 3 Mio. Euro. Geplant sind Veränderungen an Wegen, am Ufer und an Wiesen. Auch neue Möbel sind für den Park vorgesehen.“
  • Was für Möbel sind an der Scharfen Lanke geplant? „Gut 40 neue Sitzbänke sollen aufgestellt und damit deren Zahl deutlich erhöht werden. Außerdem sind krähensichere Mülleimer geplant. Am Uferweg entlang der Havel werden wir an zwei Stellen die Möglichkeit schaffen, dichter ans Wasser zu kommen. Einmal mit Stufen zum Sitzen und einem angrenzenden Steinblock, an einem anderen Ort ist ein Podest eingeplant. Das lief dort wirklich gut mit der Bürgerbeteiligung, auch mit Tipps und Ideen der Menschen, die dort wohnen.“
  • Dann wollen Sie mehr Bürgerbeteiligung in Spandau? „Wir alle wollen mehr Bürgerbeteiligung, ob in der Altstadt oder an der Scharfe Lanke. Aber es sollen bitte nicht immer nur dieselben zu den Veranstalten kommen (Bewig lacht). Wir freuen uns über Leute und Ideen aus den Kiezen, aber genauso muss es irgendwann auch ein Ende haben. Ich kann meine Mitarbeiter nicht jeden Abend auf immer neue, immer mehr Debattenrunden schicken. Ich bin Politiker, ich habe mir diese Aufgabe ausgesucht – aber ein Angestellter nicht. Irgendwann wird es zu lang und zu kompliziert. Da blockieren wir uns alle gegenseitig mit Vorschriften und Folge-Debatten. Das ermüdet auch die Bürger. Wir entwerfen gerade Ideen für einen eigenen Bürgerdialog. Wir nennen das den ‚Spandauer Weg‘. Vorstellen will ich das Konzept 2020.“

Apropos Bürgerdialog: Das Thema „Bürgerbeteiligung“ steht ganz aktuell auch auf der Rathaus-Agenda – Berlin-Mitte könnte als Vorbild dienen. Der Antrag (Drucksache Nr. 1055) von Oliver Gellert und Gollaleh Ahmadi, beide Grüne, steht auf der Tagesordnung des Ausschusses von Christian Haß, SPD. Donnerstag, 17 Uhr.  – Text: André Görke

  • Lesetipp: Meine Kindheit an der Scharfen Lanke – ein Leser des Spandau-Newsletters zeigt seine Fotos hier im Tagesspiegel.
  • Ausflugstipp: Hier an der Scharfen Lanke hatte Albert Einstein einst seine Laube. Tagesspiegel-Kollege Björn Seeling hat sie entdeckt.

+++ Dieser Text erschien zuerst im Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Spandau. Den gibt es in voller Länge und kostenlos unter leute.tagesspiegel.de.
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