Namen & Neues

Heerstraße: Immer wieder Ärger an der Currywurst-Bude

Veröffentlicht am 03.12.2019 von André Görke

Ärger an der Currywurst-Bude an der Heerstraße. Mögen Sie’s scharf? Bleiben wir auf der Heerstraße, Pichelswerder, kurz hinter der Freybrücke. Dort gibt es seit dem Sommer 2016 eine Currywurstbude, genannt „Ketchup35“ – und die hat seit dem Sommer Stress mit der Bier-Lizenz. Die Inhaber heißen Uwe Loewe („Neuköllner Kind“) und Michael Kemmet („Currywurstliebhaber“). Die Bude ist ’ne Wucht – logo, 50.000 Autos rollen dort lang. Den Parkplatz nutzen Handwerker, Polizisten, BSR-Leute, Hundeliebhaber, Hertha-Fans vor Heimspielen im Olympiastadion. Die Unternehmer haben die alte „Waldschänke“ nach 90 Jahren abgerissen und wollten einen Neubau errichten. Das alte Holzhaus (Foto) steht nicht mehr – die neue allerdings auch nicht. Grund: Krach um strenge Naturschutzauflagen im Wald. „Die Gesetzeslage ist für alle gleich“, sagte mir im Sommer mal Stadtrat Frank Bewig, CDU. Hieß: keine Extra-Wurst.

Und jetzt noch das Bier! FDP kämpft an der Currywurst-Theke. Das Thema ist mittlerweile bierernst: Denn an der Heerstraße dürfen sie jetzt auch kein Pils mehr ausschenken. Den Unternehmern fehlen somit Einnahmen, Kunden bleiben weg, Ausflugsgäste stoppen woanders mit ihrem Rad. Matthias Unger, FDP, holt den Fall jetzt auf die Politik-Agenda im Rathaus (Mittwoch, BVV, 17 Uhr). „Die mehrfach prämierte Currywurst von Ketchup 35 ist eine gastronomische Bereicherung für Spandau. Der Bezirk sollte auf diesen Imbiss der Extraklasse Stolz sein.“ Es gehe auch um Arbeitsplätze und einen touristischen Mehrwert im Erholungsgebiet Tiefwerder Wiesen. Der Bezirk solle beim Ausbau und beim Ausschank kooperativ sein. P.S: Ich schlage spontan einen BVV-Außentermin vor und empfehle die Knoblauch-Majo. – Quelle: Drucksache Nr. 1500

Spandaus beste Currywurst-Bude. Die Leserinnen und Leser des Spandau-Newsletters geben persönliche Tipps – hier die Umfrage. – Text: André Görke

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