Namen & Neues

Restaurantschiff fällt durch den TÜV

Veröffentlicht am 11.02.2020 von André Görke

Restaurantschiff fällt durch den TÜV. Ein schickes Restaurantschiff soll 2023 eigentlich in der Altstadt in Berlin-Spandau vor Anker liegen und das Havel-Ufer beleben. Letzte Woche schrieb ich, dass die „Ars Vivendi“ aus Köpenick kommen solle und… Köpenix da! „Es wird leider nicht die Ars Vivendi“, höre ich gerade von Patrick Sellerie, Chef der Wirtschaftsförderung im Rathaus Spandau. „Es wurden beim ‚Schiffs-TÜV‘ zu viele Mängel festgestellt. Wir sind aber bereits mit einem neuen Interessenten und damit einem neuen Schiff im Gespräch.“ Name? Noch geheim.

Zum Uferweg gibt es Neuigkeiten. Gestern Abend, Altstadt. Die Gassen waren leer, weil „Sabine“ viele ins Wohnzimmer geweht hat. Richtig voll war’s dagegen hinter der Kirche St. Nikolai. Dorthin hatte Andreas Wunderlich geladen. Er ist Chef des Altstadtmanagements. Auf der Agenda: der neue „Uferweg“ in Stresow, also auf der anderen Uferseite der Havel gegenüber der Altstadt. Der ist 1000 Meter lang und soll von der Dischingerbrücke (Ruhlebener Straße) zur Spree Ecke Havel führen.

Dort rammt das Wasserstraßenamt ab Frühjahr 2021 neue Spundwände ins Wasser vor die heutige Uferkante. Bedeutet: zwei Meter Landgewinnung. Es gibt auch Ideen für einen Kanu- und Kajak-Anleger unter der Eisenbahnbrücke, Picknicktische und Laternen. Die Sportboote sollen ab 2025 einen Anleger vor der Post erhalten; am heutigen Standort vor der Geschützgießerei soll die Parkbucht fürs Restaurantschiff entstehen. Wunderlich vom Altstadtmanagement sagte mir: „Vorbild ist ein historisches Restauranschiff wie das Van Loon im Urbanhafen in Kreuzberg.“ Der Knackpunkt für den Uferweg: Viele Anwohner wollen ihr grünes Idyll vorm Küchenfenster behalten. Das wird noch zäh. Als erster Abschnitt wird erstmal der Weg zwischen Charlottenbrücke und Flussmündung gebaut.

Zwei Linktipps: Das Altstadtmanagement hat gerade eben für Sie die Grafiken veröffentlicht, wie der Uferweg aussehen könnte – hier der Link. Und unter diesem Link können Sie die gesamte Uferstudie lesen (40 Seiten, PDF). – Text: André Görke

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