Namen & Neues

30-Mio-Baustelle: Nach 30 Jahren geht es los an der Böll-Schule

Veröffentlicht am 24.03.2020 von André Görke

30-Mio-Baustelle: Nach 30 Jahren geht es los an der Böll-Schule. Wo ist der Bauhelm? Hier kommt frischer Unterrichtsstoff für Birgit Faak, Fachrichtung „Handwerk“. Die Frau ist Schulleiterin an der Heinrich-Böll-Schule (885 Schülerinnen und Schüler) und hat in ihrem Büro bestimmt schon eine Baustellen-Weste rausgelegt. Die Schule soll nämlich bis 2023 saniert neu gebaut werden – hier eine Simulation. Die Stadtältesten werden sich erinnern: Den Altbau nebenan hatten die Kinder 1989, also vor 30 Jahren, wegen Asbest-Funden räumen müssen. Damals entstand ein provisorisches Schuldorf nebenan, das, hust!, etwas länger durchhalten musste. Bis 2011 war übrigens Bürgermeister Helmut Kleebank, SPD, hier Schulleiter.

1000 Schüler, 0 Abrissbagger. Die Ausschreibung an die Baufirmen wurde jetzt veröffentlicht – hier ist sie zum Nachlesen. Kosten für die neue Böll-Schule: 30 Mio. Gesucht wird ein Generalunternehmer in Hakenfelde („Neubau Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe“). Fixer Blick in die Bau-Akte: „Der Leistungsumfang des Generalunternehmers beinhaltet die notwendigen Erdarbeiten, die Errichtung des 4-geschossigen Schulgebäudes inkl. der technischen Gebäudeausstattung, der Möblierung, der kompletten Außenanlagen sowie der baulichen Anlagen wie Müllplätze.“ Am Ende soll das ein Neubau werden („mit Klinkerfassade, begrünten Dächern, Fenster in Holz-Alu-Konstruktionen“), wo knapp 1000 Schüler Platz finden. Aber Vorsicht mit dem Abrissbagger: Sporthalle und Schuldorf bleiben bitte stehen. Und warum? Weil die Heinrich-Böll-Schule vielleicht mal als Ausweich-Standort genutzt wird, wenn andere Schulen im Bezirk komplett saniert werden. – Quelle: Ausschreibung

Noch mehr Baustellen in der Corona-Krise. „Haut die Aufträge raus“, fordert die Fachgemeinschaft Bau und schwärmt: Jetzt ist die perfekte Phase, denn in den Schulen stört der Baulärm niemanden mehr. Will auch Spandau nutzen: „Wir versuchen, die Baufreiheit zu nutzen“, sagte Bürgermeister und Bildungsstadtrat Helmut Kleebank, SPD, jetzt meiner Kollegin Susanne Vieth-Entus. Das betreffe etwa die großen Sanierungsfälle an der Paul-Moor-Schule und an der Schule am Staakener Kleeblatt. Info: Tagesspiegel

– Text: André Görke
+++
Dieser Text stammt aus dem Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Spandau. 200.000 Abos haben unsere Bezirksnewsletter schon. Die gibt es in voller Länge, Bezirk für Bezirk, unter leute.tagesspiegel.de – kostenlos und kompakt.
+++
Meine Newsletter-Themen diese Woche aus Spandau – hier eine kleine Auswahl

  • Radikale Forderung: TXL sofort schließen! SPD-Fachmann aus Siemensstadt beschreibt im Spandau-Newsletter das Ausstiegsszenario am Flughafen.
  • 20.000 Leute ohne Heizung: Was war da los am Havelufer?
  • Corona-Ticker für Spandau: Wie Barfly, Wochenmärke, Karstadt und Co. betroffen sind
  • Spandaus neue DLRG-Chefin stellt sich vor: So trifft uns die Corona-Krise
  • Tatsch-Ampeln in der Corona-Krise abstellen! Spandaus Fahrrad-Lobby schreibt Brief an Senat
  • Kultur in der Corona-Krise: 460 Fotos aus der Zitadelle
  • Leserbilder vom Flugplatz Gatow und vom alten Fernbahnhof: Erinnern Sie sich?
  • 30 Mio Baustelle: An der Böll-Schule wird’s jetzt konkret
  • 100 Jahre Berlin: Kennen Sie die alte Stadtgrenze von Spandau? Als Brandenburg an der Scharfen Lanke lag.
  • Raser und Rotlicht: Die Bilanz für Spandau
  • Falken in St. Nikolai: Die Vögel sind im Anflug!
  • …das alles und noch viel mehr Bezirksnachrichten im Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Spandau. Den gibt es in voller Länge und kostenlos unter leute.tagesspiegel.de

In eigener Sache: Rund 202.000 Abonnements haben unsere Tagesspiegel-Bezirksnewsletter mittlerweile – und die Zahlen steigen stark weiter. Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen.