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+++ Corona-Krise +++ 20.000 Leute zuhause - und ohne Heizung

Veröffentlicht am 24.03.2020 von André Görke

20.000 Leute in Berlin-Spandau ohne Heizung. Brrrr, ist das kalt! Heute Nacht mussten 20.000 Leute in Spandau ganz schön frieren. Dabei sollen sich ja ausgerechnet jetzt alle dort aufhalten. Was ist passiert?

„Eine Tiefbaufirma hat eine wichtige Wärmeleitung in Havelnähe beschädigt“, erzählte mir kurz nach 8 Uhr Olaf Weidner, Konzernsprecher von Vattenfall. Und wo genau? Wilhelmstadt, Schulenburgstraße, „also schon sehr zentral Spandau.“ Dort unten trat 130 Grad heißes Wasser in der Baugrube aus – das war hochgefährlich. Ein Bagger hatte die 70 Zentimeter dicke Leitung versehentlich angebohrt. Seit dem Morgengrauen, 5 Uhr, wurde eine Baugrube am Havelufer gebuddelt, damit dort unten sicher geschweißt werden kann. Gar nicht so einfach: „Das ausgetretene Heizwasser hat den Boden extrem aufgeweicht. Ich gehe jetzt davon aus, dass wir die Prognose, Ende der Reparaturarbeiten gegen Mittag, nicht halten können.“ Aber: „Im Laufe des Tages wird es definitiv wieder warm!“ Brrr.

250.000 Liter heißes Wasser mussten aus der abgesperrten Leitung gepumpt werden. Voraussetzung, damit die Reparaturen starten können. Nun verrichtet der Schweißer seine Arbeit. Hallo #Spandau, wir kümmern uns“, twitterte Vattenfall am Nachmittag aus der Baugrube. Und am Abend wurde es wieder warm im Kiez an der Schulenburgbrücke. – Text: André Görke


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