Namen & Neues

+++ Corona-Krise +++ Berlins wichtigster Schwimmverein will's jetzt wissen

Veröffentlicht am 05.05.2020 von André Görke

+++ Corona-Krise +++ Berlins wichtigster Schwimmverein will’s jetzt wissen. Kurz hatte ich Wasserball-Legende Hagen Stamm („aufgewachsen an der Falkenseer Chaussee“) am Telefon. Der Grund: sein Brief an die 4000 Mitglieder. Die Wasserfreunde Spandau 04 gehen nämlich ohne Wasser ein wie Tomatenpflanzen im Hochsommer. Aber, schreibt Stamm, es gibt klitzekleine Fortschritte. Die Top-Athleten dürfen endlich wieder trainieren, und auch die Kinder der Sportschule können das Gelände im Olympiapark nutzen („seit dieser Woche“). Dabei soll’s nicht bleiben: Berlins wichtigster Schwimmverein sucht jetzt Lösungen, die eine Blaupause sein könnten für andere Klubs.

„Pilotprojekt für Berlin“: Abstand im Schwimmbecken? Präsident Stamm nennt im Brief erste Details – folgenden Satz bitte notfalls einfach zwei Mal lesen: „Wir haben an die Entscheidungsträger im Senat eine mögliche konzeptionelle Umsetzung als Antrag von Vereinsschwimmen auf vorherige Anmeldung mit reduzierter Bahnbelegung und mit Einhaltung der Abstandsregeln und Hygieneregeln übersandt.“ Abstand im Becken, Hygiene, Anmeldung, Belegung pro Bahn? „Detaillierter möchte ich noch nicht werden“, erzählt Stamm am Telefon im Gespräch mit dem Spandau-Newsletter vom Tagesspiegel. Offiziell nur so viel: „Ich möchte zuerst mit dem Senat darüber reden.“ Sportsenator Andreas Geisel, SPD, wird gewiss einen Termin finden. Stamm, behutsam wie im Seepferdchen-Kurs: „Wir können nicht in die Glaskugeln schauen, hoffen aber, vielleicht sogar ein Pilotprojekt zur schrittweisen Nutzung mitgestalten zu können.“ Seine Hoffnung: „Eine schrittweise Öffnung ab 1. Juni.“ In Niedersachsen öffnen erste Freibäder ab 25. Mai unter Auflagen. Wo ist eigentlich die Badehose?

  •  Hier der ganze Brief der Wasserfreunde Spandau 04.
  • „Corona-Erreger fühlt sich in Chlorwasser…“ Letzte Woche hatte die Chefin des Gesundheitsamtes in Spandau hier im Newsletter berichtet, dass der Erreger sich offenbar in chlorhaltigem Wasser und chlorhaltiger Luft nicht wohlfühlt. Hier das ganze Interview mit Gudrun Widder zum Nachlesen.
  • Ist der Sprung in die kalte Havel eine Alternative? Lesen Sie hier die Tipps vom „Schwimmblog Berlin“.

+++
Dieser Text erschien zuerst im Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Spandau. Unsere Bezirksnewsletter haben schon mehr als 200.000 Abos. Die Newsletter gibt es Bezirk für Bezirk und kostenlos unter leute.tagesspiegel.de.
+++
Meine weiteren Themen aus dem aktuellen Spandau-Newsletter – hier eine kleine Auswahl

  • Heerstraße: Heißer Flurfunk zur Spurwechselanlage
  • „Keine Millionen im Keller“: Die Hoffnung der Gastro-Szene in der Corona-Krise
  • Acht-Punkte-Plan des Stadtrats zur möglichen Restaurant-Öffnung
  • Autokino für Spandau? Historie – und eine neue Idee in der Corona-Krise
  • Liebesbrief zum Hochzeitstag
  • Darum schließt die Corona-Test-Ambulanz in Havelhöhe
  • Jugendkriminalität: die Lage am Rathaus – es gibt ein neues Papier
  • Wasserfreunde haben Corona-Plan fürs Schwimmbecken – hier erste Details
  • Entdeckt: neue Fischbude am Havel-Ufer neben der Heerstraße
  • Hilferuf aus Hakenfelde: Fitnessstudio schreibt an den Regierenden
  • „Oberhavelsteg“: Alle Infos zur Brücken-Baustelle am Havelradweg
  • Fußballkneipe: Woher kommt der Name „Gänsemarkt“?
  • Klassiker seit 1963: Abriss bei Forellenhof Roter
  • „Bunker im Kleingarten“: Spandaus versteckter Gedenkort am Spektegrünzug
  • Rätsel um Ufo über der Scharfen Lanke gelöst
  • Pop-up-Busspuren auf der Heerstraße – die Debatte
  • Spendenjubel beim VfV Spandau
  • Gute-Laune-Video beim SC Siemensstadt
  • …das alles und noch viel mehr Nachrichten, Kiez-Ideen und persönliche Tipps lesen Sie im Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Spandau. Den gibt es einmal pro Woche und kostenlos unter leute.tagesspiegel.de