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Pop-up-Busspur auf der Heerstraße - die Debatte

Veröffentlicht am 05.05.2020 von André Görke

Pop-up-Busspur auf der Heerstraße – die Debatte. Volle Straßen, lange Staus. Hilft die Pop-up-Busspur, damit Fahrgäste schneller ans Ziel kommen und nicht so lange im engen BVG-Bus hocken? Das hatte der Fahrgastverband für die Heerstraße vorgeschlagen. Gute Idee? Hier geht die Debatte im Spandau-Newsletter vom Tagesspiegel weiter.

„Führt zu noch mehr Stau auch für BVG-Busse“ – Das sagt der Stadtrat
Verkehrsstadtrat Frank Bewig, CDU, argumentiert so: „Als isolierte Maßnahme Busspuren auf der Heerstraße anzuordnen und damit jeweils eine Fahrspur in beiden Richtungen für den motorisierten Individualverkehr herauszunehmen, würde als Konsequenz mindestens an den Knotenpunkten zur Heerstraße zu massiven Beeinträchtigungen und damit zu noch längeren Staus auch für den Busverkehr führen. Eine Attraktivitätssteigerung für den Öffentlichen Personennahverkehr könnte ich damit nicht erkennen. Die Reisegeschwindigkeit würden nicht zunehmen.“

„Pop-Busspuren sind nicht nur dort sinnvoll“ – Das sagen die Grünen
Der Fraktionschef der Grünen, Oliver Gellert, findet die Idee dagegen gut: „Wir befürworten sowohl die Pop-Up-Bikelanes als auch die Pop-Up-Busspuren.“ Ziel müsse es sein, sicher zum Arbeitsplatz zu pendeln und die Fahrzeit in vollen Bussen zu verringen. Extra breite Pop-up-Fahrradspuren waren zuletzt vor allem Thema in der Innenstadt. Dort rollen Radfahrer auf Strecken, wo sonst Autos parken. Das können sich die Grünen aber auch gut für Spandau vorstellen. Und wo konkret? Auf den Wegen Richtung oder S- und U-Bahnhof („zum Beispiel Brunsbütteler Damm und Ruhlebener Straße, Daumstraße oder auch Falkenseer Chaussee“). Überall dort fänden sie aber auch Pop-up-Busspuren sinnvoll – wie auch im Süden Spandaus und auf der Heerstraße.

… und was sagen die Leserinnen und Leser? „Rein ins Parkhaus an der Heerstraße und weiter im Schnellbus“
Viele nannten vor allem den 2000 Meter langen Abschnitt zwischen Staaken und Pichelsdorf als Problemzone. Manche Leser schlugen vor, die BVG-Busse durch die kleine Heerstraße (verläuft teilweise parallel) zu schicken. Andere Leser lehnten Busspuren kategorisch und überall ab. Interessant finde ich den Denkanstoß von Eva Bardeleben: „Man könnte an der Heerstraße, kurz hinter der Fußgängerbrücke, ein Parkhaus bauen. Dort gibt es einen großen Parkplatz. Dort müsste eine Haltestelle für Schnellbusse zum Theodor-Heuss-Platz und zum Rathaus Spandau entstehen, mit moderaten Kombitickets für die BVG.“ – Text: André Görke

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