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+++ Corona-Krise +++ Ausbruch in Staaken - in der Senioren-WG

Veröffentlicht am 26.05.2020 von André Görke

Corona-Ausbruch in Berlin-Staaken – in der Senioren-WG. „Das Gesundheitsamt hat bestätigt, dass in einer Senioren-WG am Pillnitzer Weg neun der zehn Bewohner positiv getestet wurden sowie 11 der 30 Mitarbeiter. Betroffen sind demenziell Erkrankte im Alter zwischen 70 und 80 Jahren. Sie wurden innerhalb der WG isoliert.“ Diese Meldung tauchte neulich in der B.Z. auf und fand überraschend wenig Beachtung.

20 Infizierte? 80-Jährige? In einer Senioren-WG? Hallo? Was steckt da alles hinter? Jetzt spricht Gesundheitsstadtrat Frank Bewig, CDU, hier im Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Spandau und beschreibt die aktuelle Lage.

Vor drei Wochen brach Corona dort aus. „In der Senioren-WG im Pillnitzer Weg kam es seit dem 8. Mai zu einem Corona-Ausbruch“, schrieb das Büro von Gesundheitsstadtrat Frank Bewig, CDU, an den Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Spandau. Folge: Alle Mitarbeiter mussten spezielle Schutzmasken tragen. Das Gesundheitsamt prüfte in den folgenden Tagen das Heim. Ergebnis: „Insgesamt 17 Positiv getestete Personen, wovon 8 Bewohner und 9 Mitarbeiter betroffen waren.“ Weil ein personeller Engpass damit für die Wohngruppe drohte – die Mitarbeiter sind auch im ambulanten Pflegedienst tätig – , trafen die stellvertretende Amtsärztin, Inas Abdelgawad, und die Heimleiterin eine Entscheidung. „Alle positiv getesteten Mitarbeiter/innen, die symptomfrei sind, dürfen weiterarbeiten. Sie dürfen ausschließlich nur die positiv getesteten Bewohner/innen pflegen. Sie dürfen sich in der Einrichtung nur mit FFP 2 Maske bewegen. Diese muss auch auf dem Weg zur Arbeit bzw. nach Hause getragen werden.“

Hier der ganz aktuelle Stand: Es gibt sieben positiv getestete Bewohner; eine Bewohnerin ist bereits genesen und drei Mal negativ getestet worden. Neun Mitarbeiter sind positiv getestet. Aktuell (Dienstagmittag) liegt hier die Zahl als bei 16 Infizierten. Weitere Mitarbeiter sind aus anderen Gründen krank oder aus Altergründen nicht im Dienst.  Keiner der erkrankten Mitarbeiter werde derzeit stationär betreut.

„Dieser Ausbruch in der Senioren-WG hat einmal mehr gezeigt, dass das Coron-Virus weiter sehr ernst zu nehmen ist“, sagt Frank Bewig, als ich ihn um eine Einschätzung zum Corona-Ausbruch in Berlin-Staaken bitte. „Mein Gesundheitsamt hat schnell und konsequent gehandelt, Abstriche bei allen Kontaktpersonen veranlasst und vor dem Hintergrund der Sicherstellung der Betreuung der Seniorinnen und Senioren richtigerweise entschieden, die positiv getesteten Mitarbeiter ohne Symptomatik unter Auflage hoher Sicherheitsstandards weiterarbeiten zu lassen. Dieses Vorgehen entspricht den Leitlinien des Robert-Koch-Institus. Meine Mitarbeiter sind in täglichem Kontakt mit der Einrichtung.“ – Text: André Görke
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