Namen & Neues
Spandaus Problemviertel
Veröffentlicht am 09.06.2020 von André Görke
Spandaus Problemviertel. Hat sich irgendwo in Berlin-Spandau die soziale Lage verschärft? Ja. Mit spannender Lektüre wedelt hier Katrin Lompscher, Linke. Die ist Stadtentwicklungssenatorin und hat sich die soziale Lage in 440 Berliner Kiezen angeschaut: im aktuellen „Monitoring Soziale Stadt 2019“ (Kinderarmut, Transferleistung, Arbeitslosigkeit ff.). Der Stadtrand kommt bei so was selten super weg. Von einer „Peripherisierung sozialer Benachteiligung“ sprechen die Statistiker. Stichwort: Großsiedlung. Bestimmte Viertel hätten daher einen „besonderen Aufmerksamkeitsbedarf“. Und wie schneidet Spandau nun konkret ab? Neu auf der Liste ist der Planungsraum „Gütersloher Weg“ am Spektesee (Falkenhagener Feld).
Aber es gibt auch gute Nachrichten. Berlinweit ist die Dynamik stabil. Neun Problemgebiete in Berlin haben positive Tendenzen, und vier davon liegen in Spandau: „Tiefwerder, Griesingerstraße, Eiswerder und Magistratsweg“. Und weiter heißt es in der Sozialstudie: „In der Äußeren Stadt sind positive Entwicklungen vorwiegend in den Ortsteilen Falkenhagener Feld und Hellersdorf erkennbar.“ Mein Kollege Ralf Schönball schrieb heute früh im Tagesspiegel: „Spandau ist eine Alternative zu überfüllten, hochverdichteten Stadtlagen. Die Entlassung gleich mehrerer Quartiere aus dem Kreis städtebaulicher Sorgenfälle spricht dafür, dass dies nun zunehmend erkannt wird.“ Hier die ganze Studie: 80 Seiten, PDF, viele Grafiken. – Text: André Görke
Dieser Text stammt aus dem Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Spandau. Die Tagesspiegel-Newsletter gibt es Bezirk für Bezirk und kostenlos hier: leute.tagesspiegel.de
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