Namen & Neues

Abrissbirne: Rewe-Unternehmer plant neue Supermärkte

Veröffentlicht am 15.09.2020 von André Görke

Abrissbirne: Rewe-Unternehmer plant neue Supermärkte in Berlin-Spandau. Bleiben wir an der Käsetheke: Spandaus Supermarkt-Familie um Reimer Nestler und Florian Peterson („5 Märkte in Spandau, 150 Angestellte“)füllt längst auch Rathaus-Bauakten. „Drei unserer Märkte stehen zum Neubau an“, erzählt mir Prokuristin Christel Enghardt.

Der Rewe im Einkaufszentrum Siemensstadt wird ab 4. Januar 2021 geschlossen, komplett entrümpelt und fit gemacht für die Zukunft – da steht die „Kernsanierung“ an. Gut fürs Zentrum: Das hat damit eine Zukunft. Zuletzt hatten sich Leserinnen und Leser über die Leere dort beschwert. Das Einkaufszentrum gilt als erste Mall Berlins. Hier die ganze Geschichte und hier die Fotos im Tagesspiegel von der Eröffnung 1961.

Ende 2021 soll auch der Rewe am Brunsbütteler Damm abgerissen und neu gebaut werden. Pi mal Daumen 2023 könnte der Neubau dann geöffnet werden – fix ist das aber noch nicht, die Abstimmung mit dem Rathaus läuft. Und dann ist da der alte Rewe in Kladow: hier meine Fotos.

Der Supermarkt in Kladow wird abgerissen. Spannend ist dieses Projekt von „Rewe“: In Kladow befindet sich der enge, alte, dunkle Supermarkt am asphaltierten Dorfplatz. Keine Schönheit, war aber immer da. Hinten gibt es einen riesigen Parkplatz und eine kleine „Bolle“-Museumsvitrine: hier ein Foto. Auch dieser Supermarkt wird – so der Plan – Ende 2021 abgerissen und 2023 wieder öffnen. Der größere Neubau soll hinten auf dem Parkplatz entstehen. Der Parkplatz würde etwas weiter nach vorne rücken. Auch das ist erst einmal der Plan, fix ist das noch nicht.

Aber es wäre eine große Chance für Kladow: Weil seit längerem geplant ist, auch die alte Feuerwache (früher Garten- und Schuhladen, hier ein Foto) abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen, entsteht die städtebauliche Möglichkeit, diesem Platz eine Fassung und einen Sinn fürs Dorf zu geben. „Die Wache steht nicht unter Denkmalschutz“, hatte mir Eva Henkel, Sprecherin der Finanzverwaltung schon 2018 erzählt. Gehören dort wirklich ein paar enge Parkplätze vor diese Läden – oder kann zwischen Bibliothek, Kneipe, alter Post und Supermarkt ein Dorfplatz für die Bürgerinnen und Bürger entstehen? Und wofür sollte der genutzt werden? Ihre Meinung an: spandau@tagesspiegel.de. – Text: André Görke
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