Namen & Neues

Frische auf der Senats-Agenda: Glienicker See trocknet aus

Veröffentlicht am 09.11.2020 von André Görke

Wo ist der Glienicker See? Ach, da unten. Nach dem Herbstregen ist der Pegel in Kladow um ein paar Zentimeter gestiegen – und trotzdem sind es 2,20 Meter weniger als 1970. Und der nächste Hitzesommer kommt bestimmt. Kann niemand was machen? Anwohner beschuldigen Anwohner („Wasserdiebstahl!“), Fachleute sprechen von Klimawandel und vertrockneten Zuflüssen („Havel, Flugplatz, Kanalisation“). Bis 1986 schwappte noch Havelwasser über den Sacrower See in den Glienicker See. Letztens war der üble Zustand des Sees großes Thema im Spandau-Newsletter. Das örtliche Bürgernetzwerk bat die Politik um Hilfe. Bislang kam da wenig und wenn, dann nur mit dem müden Tenor: „War schon immer so.“ Daniel Buchholz, SPD, findet die Zahlen aber in der Tat schlimm und holt den Senat, öhm, ins Rettungsboot.

Gleich 18 Fragen hat er ans Büro von Umweltchefin Regine Günther, Grüne, geschickt. In seiner „parlamentarischen Anfrage“ geht es um Kontrollen, Diebstahl, vergrößerte Wassergrundstücke. Und natürlich die Frage: „Welche Möglichkeiten bestehen, den Zulauf des Sees und damit den Wasserstand wieder anzuheben?“ In drei, vier Wochen kann ich Ihnen die Antworten des Senats hier im Newsletter erzählen.

„Der Wasserstand des Sees ist dramatisch gesunken“, ruft mir Buchholz gerade noch zu. „Mehr als zwei Meter fehlen inzwischen. Die Wasserlinie hat sich weit vom Ufer entfernt, Stege und Schilf stehen im Trockenen. Die Ursachen sind vielfältig und beginnen bei fehlenden Zuflüssen. Es gibt immer wieder Gerüchte, ein Teil des Rückgangs wäre durch unerlaubte private Wasserentnahmen bedingt…“ Hilfe! Wer findet den Stöpsel? Text: André Görke


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Dieser Text stammt aus dem Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Spandau. Den gibt es in voller Länge und kostenlos hier: leute.tagesspiegel.de

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