Namen & Neues

Millionen-Baustelle im Freibad: Verschoben auf 2022

Veröffentlicht am 18.01.2021 von André Görke

Millionen-Baustelle im Freibad: Verschoben auf 2022. Neue WCs, neue Kabinen, neue Duschen, neue Frittenbude – und natürlich zwei neue Schwimmbecken: Das Freibad an der Gatower Straße in Wilhelmstadt (Bj 1974) sollte für 2,5 Mio erneuert werden. Geplante Fertigstellung: Frühsommer 2021. Sogar die Ausschreibung an die Baufirmen war schon fertig – hier mein Text aus dem Herbst 2019. Eigentlich hätten die Handwerker längst zu sehen sein müssen, die Planschbecken & Co abreißen. Doch da ist niemand. Wurde die Millionen-Baustelle gestrichen? Nee, höre ich aus der Zentrale von Berlins Bäderchef Johannes Kleinsorg. Es gibt allerdings einen neuen Zeitplan, bitteschön. Hier das Update:

  • „Die Bauarbeiten beginnen im Herbst 2021. Das neue Sommerbad wird dann vsl. im Frühsommer 2022 in Betrieb gehen.
  • Die Abstimmungen und Planungen sind umfangreicher als erwartet, daher konnte es im zurückliegenden Herbst nicht pünktlich losgehen.
  • Wir haben uns daher entschieden, die Bauarbeiten gleich um ein ganzes Jahr zu verschieben. So ist nun sichergestellt, dass das Bad im Frühjahr pünktlich in die neue Saison starten kann – vorausgesetzt, Corona lässt das zu.
  • Das ist in Pandemie-Zeiten eine nicht zu unterschätzende gute Nachricht, denn es sind im Zweifel ja eher die Freibäder, die für einen Schwimmbadbetrieb unter diesen Bedingungen zur Verfügung stehen.“

Die zwei Schwimmbecken erhalten eine Hülle aus Edelstahl. Hält länger, weil die Fugen zwischen den Fliesen bei Frost nicht so schnell aufbrechen. Doch der Einbau so einer Edelstahlwanne sei „eine terminlich heikle Kiste“, erklärt mir Berlins Bädersprecher Matthias Oloew. „Der Stahl muss bei weitgehender Frostfreiheit verarbeitet werden. Die Schweißarbeiten können nicht bei schwer-winterlichen Bedingungen erfolgen.“ Und daher: „Die Bauarbeiten müssen deshalb immer sehr zeitig nach Ende der Freibadsaison in die Vollen gehen, sonst droht die nachfolgende Saison komplett auszufallen.“ Platsch – Text: André Görke

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