Namen & Neues
Polizei kauft Jet-Ski gegen Havel-Raser
Veröffentlicht am 28.07.2022 von André Görke
Die Wasserschutzpolizei rüstet weiter auf und schafft sich nach dem 200-PS-Boot auch zwei Jet-Ski an. Die Dinger sind schnell und wendig, kommen in engen, flachen Gewässern und in Ufernähe zurecht, können per Anhänger fix zum Einsatzort gefahren werden und haben keine gefährliche Schiffsschraube (Menschenrettung!).
Seit elf Monaten wird über Jet-Ski für die Wasserschutzpolizei auf der Havel diskutiert: Im August 2021 habe ich erstmals über die Idee berichtet, vor zwei Monaten gab’s ein Fazit via Spandaus Ordnungsstadtrat Gregor Kempert, SPD. Und jetzt folgte die Entscheidung im Polizeipräsidium von Barbara Slowik. Die Behörde schafft zwei Jetskis für Berlin an.
Hier ein Beispielfoto aus Mecklenburg-Vorpommern, wo die Polizei mit diesen Geschossen über den Schweriner See brettert – mit Tempo 100. Und mit Helm.

In Australien sind die Jet-Ski noch viel länger im Einsatz und gehören längst zum Alltag der Polizei, hier ein Foto von 2007. Nix da also mit flotter Polizei-Show.

Aufgabengebiet auf Havel & Co? Die Schlagworte aus der Polizeizentrale passen 1A zu dem, was Sie, liebe Leserinnen und Leser, hier vor zwei Jahren, im Juli 2020, angestoßen haben: Die Jet-Ski werden nämlich eingesetzt bei der Verfolgung von u.a. Ordnungswidrigkeiten und Straftaten („insbesondere Geschwindigkeitsüberschreitungen“)…
Mini-Haken: die Ökobilanz. Ein Jetski verbraucht bis zu 38 Liter pro Stunde, die Abgase halten sich auf der Wasseroberfläche und leise sind die Dinger auch nicht. „Insofern wird bei der Ausschreibung darauf geachtet, dass z.B. Abgas- und Geräuschemissionen eingehalten werden“, teilte die Polizei dem „Tagesspiegel Checkpoint“ mit. Auch logisch. Wäre ja auch ein Fall für die Berliner Polizei, wenn das nicht eingehalten würde.