Namen & Neues
Park&Ride-Parkplatz am Hahneberg: Idee zur U7
Veröffentlicht am 09.01.2023 von André Görke
Die Verkehrsverwaltung um Bettina Jarasch, Grüne, mäandert bei den U-Bahnplänen nach Staaken umher wie die Linie U7 durch die Stadt. Erst gab’s vor Weihnachten keine Planer (Jarasch: „Wir müssen priorisieren“), dann folgte der Aufschrei in Spandau. Jetzt wurde in der Innenstadt doch noch ein U-Bahn-Planer gefunden: schöne Bescherung!
„Seit dem 1. Januar ist die Stelle besetzt, die ausschließlich für dieses Projekt vorgesehen ist“, teilte Verwaltungssprecher Jan Thomsen mit. Zuerst hatte die „Berliner Zeitung“ berichtet. Und die Frau oder der Mann bekommt gut zu tun.
Fünf neue U-Bahnhöfe stehen bisher auf der Prüfliste des 600-Millionen-Projekts, das der Bund bezahlen soll, doch dabei soll’s nicht bleiben:
- Ziegelhof
- Pichelsdorfer Straße/Adamstraße
- Gatower Straße
- Sandstraße
- Staaken-Center/Magistratsweg.
40.000 Leute würden die U-Bahn auf diesem Spandauer Abschnitt täglich nutzen (hier die Route). Allerdings sind das nicht alles Autofahrer, die jubelnd in die gelbe Bahn umsteigen – sondern viele, die vom BVG-Bus aus Kladow, Staaken, Wilhelmstadt umsteigen müssen, wenn sie zum Rathaus wollen. Parallel werden U-Bahn und Bus wohl kaum fahren.
Einen sechsten U-Bahnhof in Staaken fordert nun die SPD um Raed Saleh: eine „Park&Ride“-Station am Hahneberg. Wo genau? 800 Meter westlich von der Großsiedlung, am alten DDR-Grenzübergang in Staaken, wo bisher so viele Lastwagen parken.
Hier mein Mini-Video von der legendären Brücke über die Heerstraße, die bis 1980 an der Tauentzienstraße hing und dann nach Staaken geschleppt wurde. Dort unten soll der U-Bahnhof hin.

„Da ist Platz für hunderte Fahrzeuge“, sagte Saleh. Eine Verlängerung der U7 würde so noch mehr Menschen erreichen und insbesondere auch für mehr Pendler aus dem Havelland als Verbindung in die Stadt attraktiver. Deshalb prüfe die BVG diese Idee bereits.
Kritiker wie der Fahrgastverband halten von der U-Bahn-Idee am Hahneberg wenig („Wahlkampf“). Der Bedarf sei gering. Tenor: Die Leute wollen nicht mit der U-Bahn durch Spandau mäandern oder am Rathaus umsteigen, sondern schnurstracksgeradeaus über die Heerstraße in die Stadt. Der Fahrgastverband will lieber ’ne Straßenbahn nach Staaken. Text: André Görke
- „Wir wollen die Zahl der Parkplätze halbieren“: die Pläne der Grünen für die ganze Stadt – hier im Tagesspiegel-Interview.
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