Polizei
Stein von Brücke auf fahrendes Auto geworfen - Mordkommission ermittelt
Veröffentlicht am 03.03.2020 von André Görke

Horror in der Nacht zu Dienstag: Ein 37-Jähriger fuhr gerade über die Heerstraße nach Berlin und rollte unter der Fußgängerbrücke am Hahneberg durch, als es knallte und die Frontscheibe zersprang. Ein Unbekannter hatte offenbar gezielt einen Stein in der Dunkelheit in die Tiefe geworfen. Der Autofahrer konnte sein Auto zum Glück bremsen und wurde nicht verletzt. Aber die Mordkommission ermittelt jetzt.
In der Nähe konnte die Polizei einen 29-Jährigen festnehmen. Details wollte die Berliner Polizei dem Spandau-Newsletter noch nicht mitteilen („mögliches Täterwissen“). Später teilte die Berliner Polizei meinem Kollegen Alexander Fröhlich mit, dass es sich um einen „Stein mit einem Durchmesser von zehn Zentimetern“ handele. Und weiter: Der Tatverdächtige, ein 29 Jahre alter Deutscher aus Brandenburg, flüchtete zunächst zu Fuß und stiegt dann in einen Bus ein. Alarmierte Polizisten nahmen den Mann dann fest. Die Polizei ermittelt wegen versuchten Totschlags. Am Mittwoch teilte die Polizei dem Tagesspiegel mit, dass der Tatverdächtige wieder entlassen wurde. Die Ermittlungen dauern an.
Die schmale Fußgängerbrücke in Berlin-Staaken ist die einzige über die Heerstraße; sie ist 70 Meter lang und überspannte bis 1979 den Tauentzien-Boulevard zum Europacenter.
Hier die Brücke, die die Heerstraße überspannt und rüber Richtung Hahneberg führt.

Hier ein Foto aus dem Tagesspiegel-Archiv aus den 60er Jahren, als die Brücke noch zum Europa-Center führte. – Text: André Görke

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