Polizei
Wasserschutzpolizei rüstet auf gegen Havel-Krach 2021
Veröffentlicht am 15.03.2021 von André Görke

Berlins Wasserschutzpolizei rüstet auf gegen Havel-Krach 2021. Wrooooom! Die Bootssaison rückt näher. War da nicht was mit Technobooten und Raserrambos auf der Havel? Im Coronasommer ging es wochenlang um Lärm, unklare Gesetzeslagen, verärgerte Nachbarn und entsetzte Wassersportnutzer: „Wir werden als Slalomstangen für Rennboote benutzt.“ Hier mein Text.
Eine harte Linie für 2021 kündigt jetzt der Staatssekretär von Innensenator Andreas Geisel, SPD, an. „Polizeiliche Maßnahmen und gesetzliche Änderungen“ würden aktuell geprüft, schreibt Torsten Akmann an den Spandauer CDU-Politiker Peter Trapp. Er spricht von „zurecht beklagten Lärmbelästigungen und Gefährdungen von Wassersporttreibenden, die von einer geringen Anzahl von Schiffsführenden verursacht werden“.

Zuständig in Sachen Motorlärm sei die Umweltverwaltung von Senatorin Regine Günther, Grüne. Die schweigt seit letztem Sommer zum Krach, prüfe aber die Gesetzeslage.
„Ich habe die Polizei gebeten, mit Beginn der Frühjahrssaison ihre Streifentätigkeiten im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu intensivieren“, heißt es in dem Brief des Staatssekretärs.
180 Polizisten seien in den Booten im Einsatz. Ihr Revier: 200 Kilometer Wasserstraße in Berlin. Die Zentrale der Polizei liegt im Westen an der Mertensstraße in Hakenfelde.
Schwerpunktaktionen mit weiteren Behörden sind demnach geplant. Der Lärm und die Belästigung der Nachbarschaft durch Partyhausboote berühre schließlich auch die Zuständigkeit in den Bezirken, so der Staatssekretär – und sendet schöne Grüße ans Ordnungsamt um Stadtrat Stephan Machulik, SPD.

Das neue Polizeischnellboot werde 2021 erstmals gegen lautstarke Raser eingesetzt. Bislang hatte die Polizei mit den trägen Kähnen keine Chance bei der Verfolgung. Und aktuell, so der Staatssekretär, prüft Berlin die Ausrüstung der Wasserschutzpolizei mit Lärmmessgeräten. Text: André Görke
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