Sport

Veröffentlicht am 05.02.2019 von André Görke

Wem gehören Spandaus Sportplätze? Einen interessanten Leserbrief haben wir von Maik Bischoff, 44, erhalten. Er ist Ihnen aus dem Spandau-Newsletter 04/18 bekannt: Bischoff schreibt nämlich Krimis („Die Seeburg-Verschwörung“). Jetzt hat er sich geärgert. Neulich hatten wir hier im Newsletter berichtet, was im Jahr 2019 alles auf Spandaus Sportplätzen gebaut wird – hier die komplette Liste, Sportplatz für Sportplatz. „Schön und gut, dass jede Menge an Sportplätzen gebaut werden soll, aber denkt auch mal jemand an Sportler, die nicht in Vereinen organisiert sind?“ Bischoff vermisst Tartanbahnen, auf denen er einfach mal selbst Sport treiben kann. Wir haben ins Statistische Jahrbuch geschaut (Seite 183; PDF): Spandau (11) hat nach dem viel größeren Pankow (12) die meisten 400-Meter-Laufbahnen berlinweit.

Aber was bringen die konkret vor Ort? Bischoff: „Wenn ich als Wilhelmstädter mal auf einer vernünftigen Tartanbahn laufen will, dann kommt nur der Sportplatz an der Wilhelmstraße in Frage. Unter der Woche am Vormittag ist die Schule drauf – also geht’s nicht. Und nachmittags sowie abends ist Fußballbetrieb. Und sobald Fußball gespielt wird, ist, richtig geraten, die Tartanbahn gesperrt. Wochenende vormittags? Fußball. Wochenende nachmittags? Fußball. Es gibt also keine verlässlichen Zeiten, zu denen man eine ordentliche Sportanlage nutzen kann. Schaut man rüber nach Wilmersdorf – da wird man ganz grün vor Neid, denn das dortige Stadion ist rund um die Uhr offen und nutzbar.“ Wie sind denn Ihre Erfahrungen als Läufer in Spandau? spandau@tagesspiegel.de – André Görke

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Dieser Text ist ein Ausschnitt aus dem neuen Spandau-Newsletter vom Tagesspiegel. Komplett und kostenlos lesen unter leute.tagesspiegel.de

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