Sport

Veröffentlicht am 26.05.2020 von André Görke

Berlins Ruderer in Corona-Krise. Wer einen Achter in die Havel lässt, hat ein Problem. Die Sportler müssen Abstand halten – und das ist keine Verhandlungssache. Also ist derzeit nur das Rudern im Einer möglich. Einer der bekanntesten Sportvereine ist der „RC Friesen“ mit Sitz an der Freybrücke (Heerstraße); der Klub ist schon 130 Jahre alt – hier die Vereinshistorie mit vielen Fotos. Neuer Chef des Vereins ist Wolfram Tessmer.

„Wir haben uns mit der Situation so gut es geht arrangiert, einen Erfahrungsaustausch zwischen den Spandauer Rudervereinen organisiert und unsere ‚Wunschliste‘ für eine Wiederbelebung des Mannschaftsruderns formuliert“, schreibt Tessmer an den Spandau-Newsletter und wirbt um Unterstützung durch die Politik. „Dafür bin ich den ebenfalls neu ins Amt gewählten Vorsitzenden vom BRC Hevella (Ingo Gering) und vom RV Collegia (Wilhelm Klauser) dankbar. Wir haben die Ziele gemeinsam formuliert. Inzwischen hat auch der Landesruderverband Berlin unsere Ziele übernommen und auch der Deutsche Ruderverband argumentiert ähnlich. Leider finden wir bei der Politik noch kein Gehör.“

Hier die Ideen der Ruderer im Überblick.

  • „Pflicht zum Führen eines Fahrtenbuches: Bewusstsein dafür schaffen, dass die Nachvollziehbarkeit von Infektionsketten in Rudervereinen sehr gut ist.
  • Grundstücke der Vereine auch für andere Freizeitzwecke nutzbar machen (vergleichbar mit Parks)
  • Bootshäuser für die Vereine wieder benutzbar machen (unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln)
  • Rudern als kontaktlose Sportart anerkennen lassen
  • Rudern wenigstens in festen Bootsbesetzungen zu festen Terminen als „Infektionsgemeinschaften“ zulassen.“

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