Kiezgespräch

Veröffentlicht am 09.04.2019 von André Görke

Die letzte Spandau-Geschichte geht gut aus. Neulich auf dem Omnibushof in der Wilhelmstadt erzählte ein BVG-Mann: „Die Kollegen freuen sich auch mal über ein Lob, das legen wir denen ins Fach, passiert sogar zehn Mal pro Woche und dann …“ Da hörten wir diese Geschichte von Jochen Liedtke, SPD, Chef des Verkehrsausschusses.

Drama auf dem Kita-Ausflug – mit Happy End. Die Staakener Kita „Zwergenwinkel“ war am Donnerstag mit den Kids auf Weg zur Philharmonie, natürlich mit dem M32 von Staaken. Als die Kinder, alle 5 bis 6 Jahre alt, um 9.45 Uhr an den Arcaden ausstiegen, waren zwar alle Kinder da – aber ein Rucksack fehlte: „Da war mein Kuscheltier drin, meine Brote, meine Trinkflasche.“ Oh nein! Die Kita-Erzieherin hat das Kind getröstet, erzählt uns Liedtke, und dann sind alle erst mal zum Konzert in der Philharmonie gefahren. Vielleicht findet ja jemand die Tasche? Stunden später dann das: Die Kinder fuhren mit dem M32 zurück bis zum Zweiwinkelweg, liefen über die Straße, aus Richtung Staaken kam ein anderer M32. Der Busfahrer gab Lichtzeichen und hupte und zeigte an, dass alle sicher über die Straße kommen. Plötzlich hupte der Busfahrer aber ein zweites Mal! Er öffnete die Tür und wedelte mit dem verlorenen Kinder-Rucksack. Was für ein Zufall, große Kinderparty, alle happy und erleichtert, Applaus, Applaus … doch plötzlich war der bescheidene BVG-Busfahrer weg. Klar, der musste seinen Fahrplan einhalten. Liedtke: „Meine Frau schätzte ihn auf Mitte 50. Leider hat sie sich die Wagennummer nicht gemerkt, das war so gegen 14 Uhr. Der kleine Junge und meine Frau danken herzlich!“ Das Lob reichen wir hier glatt mal weiter. Erkennt jemand den Busfahrer wieder? Tipp an spandau@tagesspiegel.de. – André Görke
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