Kiezgespräch

Veröffentlicht am 25.08.2025 von André Görke

Vier Wölfe in Spandau gesichtet. Bisher sind in diesem Jahr berlinweit elf Hinweise auf Wölfe eingegangen, wobei die allermeisten falsch waren. „Die meisten Sichtungen gab es in Spandau – und das liegt bekanntlich kurz vor Wolfsburg„, scherzte mein Kollege Robert Ide im Berlin-Newsletter „Tagesspiegel Checkpoint“.

Im letzten Winter wurde erstmals ein Wolf in Gatow gesichtet, drei weitere Tiere folgten zwischen Dezember und Frühling 2025, die von Experten als echt bezeichnet werden. Vorherige Sichtungen entpuppten sich meist als große Hunde (und in einem Fall sogar als Fuchs, kein Witz). Zweifel haben die Wolfsexperten des Senats in den vier Spandauer Fällen nicht: Es gibt Videomaterial und DNA-Spuren („Riss eines Wildschwein-Frischlings„).

Die Tiere kommen aus der Döberitzer Heide, wo viele Wölfe leben. Die größte Gefahr auf ihrem Weg nach Gatow: das Überqueren der B2 in Spandau. Wrooooooooom! 

Was tun, wenn so ein Tier vor einem auf dem Waldweg steht? „Der Wolf macht nichts, so lange Sie nicht auf ihn zulaufen, in die Ecke drängen oder ihn streicheln wollen. Es ist ein Wildtier, das mögen ja Wildschweine und Füchse auch nicht“, sagte mir mal ein Wolfsexperte. „Wenn nötig, klatschen Sie kurz in die Hände. Das Tier wird wegrennen.“ Mehr hier im Tagesspiegel.