Spandaus beste Currywurst gesucht: Tipps der Leserinnen und Leser

Veröffentlicht am 10.09.2019

Die Currywurst hat ihren 70. in Berlin gefeiert. Erfunden wurde sie von Herta Heuwer am 4. September 1949 am „Stutti“ drüben in Berlin-Charlottenburg – hier der Fotobeweis. Glückwunsch! Und wo gibt’s die beste in Berlin-Spandau? Wollte ich von Ihnen, den Leserinnen und Lesern des Spandau-Newsletters, wissen. Hier eine Auswahl – Ihre Tipps.

„Der Autoimbiss ist der Beste!“ Aus Spandau schreibt Andrzej Guszynski: „Da ich viel in Berlin unterwegs bin, habe ich sie fast alle getestet: Und die wirklich beste Currywurst in Spandau finden Sie im ‚Auto-Imbiss‘ in der Schönwalder Straße 57.“ Den gibt’s seit 1981, Ecke Askanierring. Der Imbiss hat sogar einen Extra-„Fahrradschalter“ – hier mein Fotobeweis.

„Knofi und dicke Pommes an der Heerstraße!“ Von der Halbinsel Pichelswerder melden sich mehrere Currywurst-Fans. Hans Jürgen Wanke schreibt: „Die beste Currywurst, die beste Soße gibt’s bei Ketchup35 an der Insel Pichelswerder. Tolle Sitzmöglichkeit.“ Ähnlich sieht es Susanne Thielke aus Wilhelmstadt: „Klasse sind dort die dicken Pommes, selbstgemachte Knoblau-Mayo und Fassbrause vom Fass – bonfortionös!“ Fan ist auch Hilde Herold-Töpelmann„Wenn, dann Ketchup35 an der Heerstraße, am Wald mit Garten. Die Pommes heißen ‚dicke Freunde‘.“ Die Macher der Bude, Uwe Loewe und Michael Kemmet, hatte ich hier im Spandau-Newsletter schon mal vorgestellt.

„Wurst nur ohne Champagner.“ Aus dem Falkenhagener Feld schreibt mir der kundige Leser Rainer Maudrich: „Nachdem viele klassische Imbiss-Buden auf Sushi, Döner, Tofu und Falafel  umgestellt haben, gibt es nur noch die Curry-Station an der Falkenseer Chaussee – neben dem ehemaligen Reichelt – , die meinen Ansprüchen genügt.“ Maudrich nennt weitere Imbisse in Spandau: „Mit Abstrichen kann noch die ‚Räucherkate‘ in der Altstadt genannt werden. Manchmal ist aber eine Seite der Wurst dank zu langer Bratphase ‚trockener Keks‘.“ Die Bude Ketchup35 findet er okay, aber: „Den Hype um den Imbiss am Stößensee kann ich nicht nachvollziehen. Vielleicht ist der Champagner exzellent – den brauche ich aber nicht zum Verzehr einer für meinen Geschmack leckeren Currywurst.“

„Hier essen gern die Siemens-Leute“. Aus Hakenfelde meldet sich Klaus Kleemann. Sein Tipp: „Der ‚Imbiss ohne Namen‘ an der Nonnendammalle Ecke Jungfernheideweg ist meine 1. Wahl.“ Warum? Die Wurst kommt nicht aus der Fritteuse, sondern vom Brater und liegt auf einem Porzellanteller („umweltbewusst!“). Klasse sei die Curryboulette in ‚Kugelform‘: „Hier kommen auch ’ne Menge Leute von Siemens essen, die wenig Zeit haben.“ Preis: 1,60 Euro. Aber auch Kleemann denkt gern an alte Currywurst-Tage. Heute gebe es oft nur Döner oder Burger, sagte er. „Als gebürtiger Spandauer vermisse ich die Vielfalt der 70er und 80er Jahre. Ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich mal Lust auf eine Thüringer Rostbratwurst verspüre oder auf eine Wiener mit Senf, ’ne Knacker oder eine Jauersche.“ – Text: André Görke
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Diesen Text habe ich als Leseprobe dem Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Spandau entnommen. Den – kompletten – Spandau-Newsletter mit exklusiven Nachrichten, Tipps, Terminen und gerne auch Humor gibt es unkompliziert und kostenlos hier: leute.tagesspiegel.de
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