Mein Tipp: Der neue Spazierweg in Tiefwerder

Veröffentlicht am 01.09.2020

Das Paradies von Berlin-Spandau. „Was für eine Freude, es ist vollbracht“, schrieb mir Leser Klaus Grimm. „Bei einem Spaziergang heute die Überraschung: die Brücke steht. Hauptsache ist wohl, dass man jetzt wieder rüberkommt und einen schönen Rundgang machen kann. Möge das Bauwerk viele, viele Winter überstehen.“

Der Rundweg befindet sich im Idyll zwischen Ikea und Heerstraße. Es geht vorbei an Büffeln, Bibern, Kleingärten. Leider war der Steg so durchgefault, dass er auseinanderbröselte und 2019 abgerissen wurde. Ein richtiger Neubau wurde immer teurer und komplizierter. Von 1 Mio Baukosten und einem Baustart 2024 war die Rede – so lange wollte keiner warten. Ein Provisorium musste her. Aber auch das dauerte länger als gedacht. Eigentlich sollte es im Winter fertig sein, dann Ostern, jetzt ist es Spätsommer geworden.

Die Reaktionen. Newsletter-Leser haben den Weg bereits getestet und mir Bilder geschickt – hier eine kleine Auswahl. Ihr Urteil: der Schotter sei so grob und der schwimmende Steg sehe arg provisorisch aus. Das Provisorium könne nicht viel gekostet haben. Anders dagegen die Reaktionen in der Kleingartenkolonie „Klein Venedig“: „Das Wunder Klein Venedigs ist vollbracht. Danke an Familie Querhammer, die diesen provisorischen Schwimmsteg heute gebaut hat.“ Familie Querhammer gehören auch die Büffel in Tiefwerder.

Die Kosten. Ich habe Stadtrat Frank Bewig, CDU, angefunkt. Hier ganz aktuell seine Infos an den Newsletter: „Die alte Stegkonstruktion war marode und musste entfernt werden. Der Steg wurde zu einem Teil durch einen Schotterweg ersetzt. Da, wo das nicht möglich war, wird der Steg durch eine Ponton-Brücke ersetzt. Nur dieses Bauteil ist derzeit noch ein Provisorium. Die Baukosten für den Schotterweg konnten bereits 2019 abgerechnet werden und betrugen einschließlich aller Abrissarbeiten der Steganlage 150.000 Euro. Der Bauteil der Ponton-Brücke wird in diesem Jahr abgerechnet und wird voraussichtlich um 125.000 Euro teuer werden.“ Wie lange das Provisorium halten soll, sagte Bewig nicht. Machen Sie sich selbst ein Bild vor Ort bei einem schönen Herbstausflug.

Die Seite der Kolonie Klein-Venedig im Netz: hier. – Text: André Görke
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