Nachbarschaft

Veröffentlicht am 23.01.2018 von André Görke

Jana Friedrich, 30, Spandaus neue Tourismusbeauftragte. Erinnern Sie sich? Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) will Touristen aus New York und Neu-Isenburg auch mal nach Spandau schicken. Spitzenidee! Wir suchten bereits pfiffige Slogans („Große Weiten, wilder Westen“) mit Ihrer Hilfe – hier zum Nachlesen („Wir sind doch nicht Spandoof“; Copyright: Lorenz M.). 250.000 Touristen schlafen im Bezirk, 3000 Betten gibt’s hier, und es werden mehr – mal klein (am Fähranleger in Hakenfelde entsteht ein Hotel), mal groß (im neuen Postviertel ist eins geplant). Der Posten der Tourismus-Beauftragten wurde jetzt im Januar erstmals vom Bezirksamt besetzt. Wirtschaftsstadtrat Gerhard Hanke, CDU, und Patrick Sellerie, Wirtschaftsförderung, sagen: „gutes Signal für den Spandau-Tourismus“. Klingeln wir mal kurz durch.

Frau Friedrich, willkommen in Spandau. Wo kommen Sie her? „Ich komme aus Werder an der Havel, habe dort in der Tourismus-Verwaltung gearbeitet und das auch studiert. Werder ist einige Nummern kleiner und hat 26.000 Einwohner …“

… aber die große Baumblüte. „Ja, aber Spandau hat den Weihnachtsmarkt, die Zitadelle, Altstadt, die Arcaden. Ich bin nicht die erste Ansprechpartnerin für Touristen am Info-Point, sondern arbeite im Hintergrund: Ich will Unternehmen, Hotels, Gastronomie und kulturelle Einrichtungen meine Hilfe anbieten. Das dauert ein bisschen.“

Der Werbeslogan heißt seit Ewigkeiten „Zitadellenstadt“. Gibt’s einen neuen? „Wir denken darüber nach.“

Nächste Woche stellt sich hier ein Mann vor, der in Kladow ständig Theater macht: Udo Franz, 79. Wenn Sie ihn sehen, grüßen Sie nett – Franz hatte gestern Geburtstag. Wem sollen wir in nächster Zeit im Newsletter zum Geburtstag gratulieren? Schreiben Sie uns: spandau@tagesspiegel.de

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