Nachbarschaft

Veröffentlicht am 13.03.2018 von André Görke

Joachim Schensick, 81, Wasserballer. Er ist seit bald 70 Jahren bei den Wasserfreunden, war als Aktiver im Becken unterwegs und als Passiver im Präsidium und im Bezirkssportbund.

Sie haben einen Traum. Welchen? „Die Wasserfreunde zurück nach Spandau holen – in eine eigene Halle.“

Sie denken an die Wiese neben dem Schwimmbad Spandau-Süd, am Ende des Parkplatzes. „Genau. An der Gatower Straße haben wir bis 1994 gespielt und unsere Tribünen auf und abgebaut. Seitdem treten wir in Schöneberg an. Aber die Halle wird 2020 saniert und zugemacht – wo sollen wir denn hin, wenn nicht nach Spandau? Da würden mehr Leute kommen.“

Wie stellen Sie sich die Halle vor? „Die Pläne stammen von Architekten, die damals die jetzige Schwimmhalle umgebaut haben. Wir reden von 8,5 Millionen Euro Kosten. Das Grundstück gehört der Stadt bereits, die Maschinenanlage kann auch die zweite, neue Halle bedienen. Das neue Becken könnten auch Schulkinder mitnutzen – die jetzige, alte Halle ist am Limit. Dort hätten dann die ’normalen‘ Schwimmer wieder ihren Raum. Links und rechts in der neuen Halle denken wir an zwei Tribünen: einmal 500 Fans, einmal 250 Fans. Reicht.“

Wer soll das bezahlen? „Der Senat. Ich höre immer, dass die Steuereinnahmen sprudeln  – na, dann los.“

Und ihr Lieblingsplatz in Spandau? „Kennen Sie das Vereinsheim der Wasserfreunde hinter der Zitadelle? Da war ich mit meiner Mutter zum ersten Mal schwimmen. Vielleicht können wir das Klubhaus bald für jeden öffnen, der dort eine Tasse Kaffee an der Havel trinken will.“

Einen Entwurf der Halle finden Sie heute in unserer „Kiezkamera“. Und ein Foto vom Gelände der Wasserfreunde zeigen wir Ihnen hier. – Sie wollen auch mal Nachbar oder Nachbarin sein? Was schätzen Sie an Spandau, was sollte sich verbessern? Ihre Mail mit Foto an spandau@tagesspiegel.de

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