Nachbarschaft

Veröffentlicht am 17.04.2018 von André Görke

Maik Bischoff, 43, Krimiautor aus Wilhelmstadt.

Er hat sein erstes Buch veröffentlicht: „Die Seeburg-Verschwörung“ (7 Euro, Infos hier). Sie wissen schon: Seeburg ist dieses Dorf zwischen Hahneberg und B2, das kurioserweise weder einen See, noch eine Burg hat, aber das nur am Rande. Worum es im Buch geht: Der pensionierte LKA-Kommissar Werner Böhme und sein Kumpel Fabian Dost geraten in die Ermittlungen zu einem Mordfall, den die Polizei versehentlich als Selbstmord eingestuft hat. Die Geschichte führt sie auf die Tiefwerder Wiesen, auf die Haveldüne, nach Gatow und Seeburg. – Krimi-Autor Bischoff (www.maik-bischoff.de) war bis 2017 in der Partei „Wählerinitiative soziales Spandau“ aktiv. Er arbeitet in der Zentrale der Feuerwehr.

Herr Bischoff, wie kamen Sie auf die Idee, einen Krimi zu schreiben – so langweilig ist’s in der Feuerwehr-Zentrale nun auch nicht. „Langweilig ganz sicher nicht, aber es ist ein Ausgleich dazu erforderlich. Körperlich geht das mit sehr viel Sport, aber auch im Kopf muss man abschalten. Deshalb lese ich sehr viel und fing irgendwann einfach damit an, selbst zu schreiben. Darüber hinaus hält sich tapfer die Legende, dass meine Frau einst sagte: ‚Schreib jetzt mal ein Buch!‘ – und ich habe diesen Auftrag um des lieben Ehefriedens Willen brav befolgt.“

Ihr Lieblingsort in Spandau? „Ganz klar der Jürgengraben in ‚Klein-Venedig‘, den ich oft mit dem Paddelboot durchfahre.“

Und was stört Sie in Spandau? „Mich stört, und hier beschränke ich mich mal auf die Wilhelmstadt, dass die Gegend zunehmend abgewohnt wirkt. Kleine Lädchen werden durch Wettbüros ersetzt, die Menschen geben immer weniger Acht darauf, den Kiez sauber zu halten und man redet immer seltener miteinander.“

P.S.: Nächstes Woche stellen wir hier den Autor eines Buchs über Haselhorst vor – und verlosen auch ein paar Exemplare an Sie, die Leserinnen und Leser des Spandau-Newsletters.

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