Nachbarschaft

Veröffentlicht am 02.07.2019 von André Görke

12 Bezirke, 12 Kiezgespräche. In unseren Tagesspiegel-Newslettern für jeden Berliner Bezirk stellen wir jede Woche einen Menschen vor, der eine Geschichte aus seinem Kiez zu erzählen hat. Heute aus Berlin-Spandau: Maximilian Mittelstädt, 22, Fußballer von Hertha BSC – hier im Trikot der deutschen U21-Nationalmannschaft im EM-Halbfinale gegen Rumänien. Mittelstädt kommt aus Staaken.

Herr Mittelstädt, erinnern Sie sich noch an den Tag, als alles begann – an Ihr 1. Training beim SC Staaken? „Meine Oma hat direkt gegenüber dem Trainingsplatz des SC Staaken gewohnt. Ich habe immer am Zaun gestanden, wollte unbedingt mittrainieren. Mit fünf Jahren war es dann soweit, 2002, und ich war natürlich total glücklich, als ich endlich mitmachen durfte.“

Das Erste, das Sie beim SC Staaken gelernt haben – einen Trick, eine Fußballweisheit? „Das weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr so genau. Aber es sollte damals der Spaß im Vordergrund stehen. Und ich kann sagen, dass ich definitiv Spaß hatte in Staaken.“

Und was mochten Sie überhaupt nicht? Training auf Schotter im Nieselregen? „…Training ohne Ball! Das fand ich als junger Fußballer nie toll. Ich wollte immer nur spielen, spielen, spielen.“

Erinnern Sie sich noch an Ihre alten Trainer? „In jedem Fall an meinen ersten Trainer, Kevin. Und mit ihm stehe ich heute noch in Kontakt. Genauso wie mit Thomas Plohmann, der mich aus dem Tor rausgenommen hat und dem ich auch viel zu verdanken habe.“

Was gab’s immer im Casino des SC Staaken?  „Natürlich ausschließlich Sportlernahrung! (lacht) Naja, fast. Also: Pommes Rot-Weiß und ab und an eine Currywurst, dazu Fassbrause.“

In letzter Zeit mal in Staaken gewesen? „Klar. Mein jüngerer Bruder spielt ja noch dort. Immer, wenn es zeitlich bei mir passt, schaue ich zu. Dazu habe ich dort meine Maximilian Mittelstädt Fußball-Ferien-Schule. Deshalb bin ich dann auch immer wieder mal vor Ort.“

Und Ihr Wunsch zum 100-Jährigen Ihres alten Klubs? „Momentan läuft’s ja gut beim SC Staaken. Ich wünsche mir, dass es so weitergeht und vielleicht in Zukunft noch der ein oder andere Bundesligaspieler von da kommt.“ – Fragen: André Görke

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Diesen Text haben wir als Leseprobe dem neuen Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Spandau entnommen. Den kompletten Spandau-Newsletter, den wir Ihnen einmal pro Woche schicken, können Sie unkompliziert und kostenlos bestellen unter leute.tagesspiegel.de