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Fallstricke der Wissenschaftskommunikation: Diskussion mit Virologe Christian Drosten
Veröffentlicht am 16.12.2021 von Boris Buchholz
16.12.2021 – 18:15 Uhr
Es ist gar nicht so leicht, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse klar und deutlich an den Mann und an die Frau zu bringen – wenn aus der Wissenschaftskommunikation dann auch noch eine Verhaltensperspektive oder gar eine konkrete Aufforderung zum Handeln werden soll, ist die Königsdisziplin erreicht. Christian Drosten, der Leiter des Instituts für Virologie der Charité, hat mit den Fallstricken der Wissensvermittlung in den vergangenen beiden Jahren so seine Erfahrungen gemacht. Die einen loben ihn für seine klaren wissenschaftlichen Einschätzungen, die anderen hassen ihn zutiefst. Klimawandel, Gentechnik, Biotechnlogien, Künstliche Intelligenz, Krieg und Frieden: Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können ein Lied davon singen, wie es ist, zu einer Erkenntnis gelangt zu sein – und Medien, Politik und Gesellschaft reagieren mäßig interessiert, berichten nur in Ausschnitten oder setzen nötige Reaktionen zu langsam um.
Welche Themen werden überhaupt zur Berichterstattung ausgewählt? Wir wird mit Unsicherheiten umgegangen, wenn die Faktenlage noch nicht eindeutig ist? Welche Rolle sollten und können sogenannte Preprints spielen, also Vorabveröffentlichungen wissenschaftlicher Studien? Über diese und weitere Fragen diskutieren am heutigen Donnerstag, 16. Dezember, Christian Drosten und die rbb-Journalistin Julia Vismann mit Charlotte Kloft und Jens Rolff, beide arbeiten im Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie der Freien Universität. Der Titel der Veranstaltung: „Wissenschaftskommunikation und ihre Fallstricke“. Die öffentliche Podiumsdiskussion ist Teil der Ringvorlesung „Ambivalenz der Wissenschaften – Nutzen und Schaden“, die bis Februar im Offenen Hörsaal der FU stattfindet.
Das Podiumsgespräch beginnt um 18.15 Uhr und wird live im Internet übertragen: Entweder Sie surfen auf die Website der Uni (www.fu-berlin.de) oder Sie nehmen über den Youtube-Kanal der FU teil (youtube.com/freieuniversitaetberlin). Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.