Intro

von Boris Buchholz

Veröffentlicht am 03.12.2020

spüren Sie auch so ein Drücken, so ein unangenehmes Gefühl in der Bauchgegend? Es ist immerhin schon der 3. Dezember – langsam muss es mit den Weihnachtsgeschenken voran gehen. Dass nur fünf Erwachsene und eine beliebig große Schar an bis zu 14-Jährigen zusammen vor dem Christbaum feiern dürfen, heißt ja nicht, dass man die restliche Familie und Freunde dieses Corona-Weihnachten nicht beschenken sollte (natürlich, man muss es nicht).

Uns soll geholfen werden – wo man Weihnachtsgeschenke aus dem Südwesten bekommt. Vielleicht denken Sie jetzt, dass ich mich dem Service-Gedanken für meine Leserschaft hingebe. In Wahrheit sortiere ich aber beim Schreiben meine Gedanken und versuche, dieses bestimmte Ich-hinke-bei-der-Geschenke-Bastel-und-Besorgerei-hinterher-Gefühl in meiner Magengegend zu beschwichtigen. Hier sind vier Tipps für Geschenke im und aus dem Südwesten:

Design-Weihnachtsmarkt to go. Das Haus am Waldsee ist geschlossen (hier gibt es einen Videorundgang durch die Ausstellung „Into Space“). Aber ab Freitag, 4. Dezember, öffnet täglich zwischen 12 und 17 Uhr der „große Designmarkt mit vielen Geschenkideen“. Außerdem soll es Blumen und Bücher geben, verrät Pressesprecher Erik Günther. Bei diesem „Weihnachtsmarkt (to go)“ kooperiert das Haus am Waldsee mit der Firma Muse Store.

Online-Weihnachtsmarkt – vom japanischen Engel bis zu Zehlendorfer Macarons. Weil dieses Jahr keine Weihnachtsmärkte auf der Straße stattfinden dürfen, hat Ulrike von Paczkowski einfach ein Pendant im Internet kreiert: Auf zehlendorf-guide.de/weihnachtsmarkt finden Sie französisch-zehlendorfer Macarons von Loti Pantón (sein Ladenlokal in der Ladenstraße am U-Bahnhof Onkel Toms Hütte brannte aus), japanische Raku-Engel (Beate Selbiger stellt sonst auf dem Kunstmarkt am Mexikoplatz aus) und farbenfrohe Badeponchos der Nähwerkstatt Berlin (Katrin Steyer schneidert ihre Kreationen in der Riemeisterstraße und veranstaltet auch Näh-Geburtstage). Von Kunstgewerbehaus bis Kältelounge, auf diesem Weihnachtsmarkt gibt es einiges zu entdecken.

Schenken Sie sich Geschichte: Das Zehlendorf-Jahrbuch 2021. Weil das Heimatmuseum Zehlendorf weiter wegen der Pandemie geschlossen ist, startet der Heimatverein jetzt ein Sonderverkauf des Zehlendorfer Standardwerks. Es lohnt sich: Sie erfahren mehr über das Haus am Waldsee (es wird 75), die Straßenbahn in Zehlendorf (das gab es einmal!) und den Teltowkanal (den gibt es noch). Nur drei Euro kostet das Heft. Sie können es an allen Adventssamstagen von 11 bis 13 Uhr am Stand vor dem Heimatmuseum (neben der Alten Dorfkirche, Clayallee 335) erwerben.

Hörmahl-Boxen zum Fest. Was tun, wenn Kulturorte und Restaurants geschlossen sind? Man holt sich ein Kulturmenü ins Haus. Birgitt Claus, die Chefin von Eßkultur im Museumsstandort Dahlem, hat Ihnen alles in die Hörmahl-Box gepackt, was Sie für einen leckeren und anregenden Abend brauchen: Alle Zutaten für ein mehrgängiges Menü, dass Sie „zu Hause nur noch mit wenigen Handgriffen fertigstellen“, sowie ein zum Mahl passendes Kulturprogramm in Form eines Podcasts. Zum Beispiel das Hörmahl „Renaissance“: Sie können es vegetarisch, mit Fisch („Fastenvariante“) oder mit Fleisch ordern. Papst Pius V. wird ebenso an der Fest-Tafel Platz nehmen wie Dorothee Nolte und Autor Tobias Roth. Der Schauspieler Paul Sonderegger schaltet „aus der Pest-Quarantäne“ auch noch die Damen Fiametta, Laurette und Elisse hinzu (er liest aus der Novellensammlung „Decamerone“). Das Renaissance-Hörmahl für zwei kostet zwischen 70 und 90 Euro; wenn Sie lieber mit Alexander von Humboldt den Amazonas erkunden wollen (es gibt Anden-Gemüse und gebackene Banane dazu), paddeln Sie mit 56 Euro in Ihr Wohnzimmer. Alles weitere finden Sie online auf esskultur-berlin.de.

Jetzt sollten Sie (besser) gewappnet sein, ich habe auf jeden Fall Hunger bekommen. Ich wünsche Ihnen eine entspannte Geschenke-Sucherei – und zunächst eine leckere Lektüre hier im aktuellen Tagesspiegel-Newsletter für Steglitz-Zehlendorf! Text: Boris Buchholz
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