Kiezkamera

Veröffentlicht am 14.02.2019 von Boris Buchholz

Fast 1.300 Unterschriften für einen historischen Lernort in Lichterfelde-Süd: Anfang Februar überreichten Edith Pfeiffer (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes), Hans Porep (Aktionsbündnis Lichterfelde Süd) und Thomas Schleissing-Niggemann (Initiative KZ-Außenlager Lichterfelde) im Büro der Bezirksverordnetenversammlung einen Einwohnerantrag, der von 1.270 Bürgerinnen und Bürgern unterstützt wird.

Im Antrag wird die BVV aufgefordert, sich für einen historischen Gedenk- und Lernort in Lichterfelde-Süd in einem zu erhaltenden authentischen Gebäude des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers STALAG III D einzusetzen (der Tagesspiegel berichtete). „Für einen historischen Lernort sind mittlerweile alle“, sagt Thomas Schleissing-Niggemann, Initiator des Antrags, „sogar der Investor“. Aber bei der Frage, wie ein solcher Lernort aussehen solle, scheiden sich die Geister: „Manche halten eine Informationsstele für ausreichend, andere einen Raum in einem der Neubauten“, so Schleissing-Niggemann. „Wir glauben, dass ein angemessenes Gedenken und Nachvollziehen der Situation der Kriegsgefangenen nur in einem authentischen Gebäude möglich und sinnvoll ist.“ Die Initiative für einen Lernort hält das Gebäude Landweg 3/5A für den am besten geeigneten Standort. „Um das Gebäude zu erhalten, müsste der bisherige Bebauungsplan auch nur minimal geändert werden. Wir sind gespannt auf die Diskussionen in der BVV und in den Ausschüssen“, erklärte der Initiativen-Sprecher. Auch mit dem Investor wolle man reden, jetzt sei die Zeit für Gespräche.

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