Kultur

"eat! Berlin" – jetzt wird auch im Südwesten gegessen

Veröffentlicht am 28.11.2019 von Boris Buchholz

„eat! Berlin“ – jetzt wird auch im Südwesten gegessen. Wie konnte das in den letzten Jahren nur passieren – es gibt in Berlin ein Gourmetfestival und der Südwesten ist nicht mit einer einzigen kulinarischen Stern vertreten. Dabei ist hier die Fülle der lukullisch Interessierten und die Schar der Jüngerinnen und Jünger um die Promi-Köche nicht kleiner als im noch mittigeren Berlin. „Ich habe mich persönlich bei ‚eat! Berlin‘ beschwert“, gab Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) letzte Woche bei den bezirklichen Wirtschaftsgesprächen zu Protokoll. Und siehe da, die Schmach hat ein Ende, der Genuss kann kommen: Erstmalig finden in Steglitz-Zehlendorf im Rahmen der „eat! Berlin“ gleich drei Ess-Events statt.

Den essbaren Anfang macht der Koch Dimitris Psallidakis im Restaurant „Der Kretaner“: Am Donnerstag, 20. Februar, serviert er in dem Lokal am U-Bahnhof Onkel Toms Hütte ein altkretisches Vier-Gänge-Menü mit griechischen Spitzenweinen (Kostenpunkt: 89 Euro). Gleich am Tag danach, am Freitag, 21. Februar, können Sie Theater und Essen lustvoll verbinden. Denn im Schlossparktheater ist nicht nur die Bühne dekoriert, sondern auch die Tische gedeckt. Nach dem Stück „Ich bin nicht Freddie Mercury“ von Thomas Schendel machen Ihnen Sonja und Peter Frühsammer den Gaumen feucht – im benachbarten Rokokosaal des Gutshauses Steglitz (dazu gleich mehr) wird gespeist. Das Billet für Theater und Speisen können Sie für 179 Euro erstehen.

Apropos Gutshaus: Das Genuss-Trio perfekt macht am Sonntag, 23. Februar, 18 Uhr, die Veranstaltung: „From Schloss to Schlösschen“. Andreas Mayer, er ist Österreicher, ist mit 3 Hauben und 17 Punkten und 2 Sternen ausgezeichnet und kocht normalerweise im Schloss Prielau (mit eigenem Hubschrauberlandeplatz), und sein Landsmann Franz Raneburger, ein Stern, kredenzen Ihnen ein „Mehrgang-Schloss-Menü mit Weinbegleitung“ – und zwar, na klar, im Wrangelschlößchen (alias Gutshaus Steglitz) in der Schloßstraße 48. Wer sich von den beiden Herren vorlegen lassen und einen Wein, der von Caroline Diel (4 von 5 Trauben) vom Schlossgut Diel ausgesucht wurde, genießen möchte, muss 179 Euro für den Abend auf den Schloss-Tresen legen.

Seien Sie gewarnt: Auch wenn Sie denken, „Februar, noch lange hin“, viele Hungrige der Stadt haben sich bereits ihrem Bauchgefühl ergeben – seit Mittwoch ist das „eat! Berlin“-Programm online, bereits wenige Stunden später waren die ersten Menü-Veranstaltungen ausverkauft. Im Südwest-Klartext: Auf die Kochkunst von Tim Raue in Günther Jauchs Potsdamer „Villa Kellermann“ müssen Sie nicht mehr hoffen – Sie können sich nur noch auf die Warteliste setzen lassen. Eilen Sie, studieren Sie, entscheiden Sie, genießen Sie; das komplette Programm finden Sie online auf eat-berlin.de. – Text: Boris Buchholz

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