Kurzmeldungen
Veröffentlicht am 14.10.2021 von Boris Buchholz
- Neue Bezirksverordnetenversammlung wird sich am 4. November konstituieren. Spätestens sechs Wochen nach den Wahlen müssen das neue Abgeordnetenhaus und die Bezirksparlamente zusammenkommen. Da am Donnerstag, 4. November, das Abgeordentenhaus zum ersten Mal tagt, konstituiert sich auch am Abend die BVV. Ob bei der konstituierenden Sitzung bereits das Bezirksamt gewählt weden kann, ist noch unklar. Auch ob und welche Zählgemeinschaft, so heißen auf Bezirksebene die Koalitionen, gebildet wird, ist noch nicht bekannt. Über die Verhandlungen der Parteien untereinander wurde bisher Stillschweigen gewahrt.
- BVV sortiert sich: Frauen übernehmen Führung in der SPD-Fraktion. Die Sozialdemokraten in der BVV haben jetzt eine „paritätische Doppelspitze“. Die 13 frisch gekürten Bezirksverordneten wählten Olemia Flores Ramirez und Volker Semler zu ihren neuen Vorsitzenden. Stellvertretende Vorsitzende wurden Ellinor Trenczek und Carolyn Macmillan. In der vergangenen Wahlperiode war die SPD-Fraktion erst von Volker Semler, dann von Norbert Buchta angeführt worden. „Wir wollen Politik für und mit den Menschen in unserem Bezirk machen“, sagte die neue Fraktionsvorsitzende Flores Ramirez: „Es darf niemand ausgeschlossen werden – egal welchen Alters, Herkunft oder Geschlechts.“
- Verstärkung für die Südwest-FDP: Bundesschatzmeister Harald Christ wechselt in den Ortsverband Dahlem. Der Unternehmer war zunächst 31 Jahre lang in der SPD, dann kehrte er 2019 den Sozialdemokraten nach der Vorsitzenden-Wahl von Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans den Rücken. Seit 2020 ist er FDP-Mitglied und es begann eine steile liberale Karriere: FDP-Chef Christian Lindner machte den frischen Parteifreund gleich zum Bundesschatzmeister. Auch weil er weiß, wie die Sozialdemokraten ticken und er weiterhin gute Kontakte zur SPD pflegt, ist er Teil des FDP-Sondierungsteam im Bund. Auch für Berlin wünscht er sich eine Ampel. Über den Dahlemer Neuzugang schreibt mein Kollege Georg Ismar: „Harald Christ würde gern zum Ampel-Brückenbauer werden.“ Die Analyse meines Kollegen lesen Sie hier als T+-Text, dem kostenpflichtigen Premiumdienst des Tagesspiegels. Denn es gilt: Guter Journalismus muss auch etwas kosten; sonst kann er nicht von Dauer sein.
- Stiftung restauriert historische Steinbank auf dem Augustaplatz. Der Platz ist ein Gartendenkmal – doch die Steinbank verkam immer mehr. Auf Initiaive der Stiftung „Kleine Plätze“ wurde das historische Sitzmöbel jetzt von Restaurator Burkhard Bluhm saniert. Die Kosten von circa 13.000 Euro wurden gemeinsam durch Spenden von Anwohnerinnen und Anwohnern, der v.-Hinkeldey-Stiftung und der Stiftung „Kleine Plätze“ aufgebracht. Am Sonnabend, 15. Oktober, stoßen die Spenderinnen und Spender um 15 Uhr auf den Abschluss der Restaurierung an – natürlich auf dem Augustaplatz in Lichterfelde.
- Druck von unten für das Klima. „Klimaschutz ist längst raus aus der linken Ecke“, sagt Julian Zuber von GermanZero. Und weil vor allem Städte großen Einfluss beim Klimaschutz haben, unterstützt die Nicht-Regierungsorganisation in Deutschland rund 60 Klimaentscheide, Tendenz steigend. In Berlin hat die Initiative „Klimaneustart“ mit rund 40.000 Stimmen gerade die erste Volksentscheid-Stufe geschafft. Warum Druck von unten wie in der Hauptstadt Politik antreibt, aber auch entlastet, und die Wirtschaft weiter ist als die Politik, darum und mehr geht es im Tagesspiegel-Klimapodcast „Gradmesser“ meiner Kollegin Ruth Ciesinger – der neuen Folge lauschen Sie hier.
- Von Max Liebermann bis Teltow-Werft: Zehlendorf Jahrbuch 2022 erschienen. Es ist seit 26 Jahren das Standardwerk zur jüngeren und älteren Geschichte Zehlendorfs – der Heimatverein Zehlendorf präsentiert das neue Jahrbuch 2022. Es verspricht „regionalgeschichtliche Erinnerungen und neueste Nachrichten von vorgestern“ aus allen Zehlendorfer Ortsteilen. Der 175. Geburtstag von Max Liebermann wird gewürdigt, Eduard Martin, der Bäcker an der Ecke, vorgestellt und vom Schiffbau „Made in Zehlendorf“ erzählt, es ist die Geschichte der Teltow-Werft. Kannten Sie die „Königsbaude“ im Düppeler Forst noch? Auch das Schicksal der Gaststätte wird beleuchtet. Wenn Sie 3,50 Euro inverstieren, können Sie alle 14 Beiträge genießen: Sie erhalten das Jahrbuch jeweils mittwochs und sonntags im Zehlendorfer Heimatmuseum und -archiv (Clayallee 355). Alternativ kann es per Telefon unter (030) 8 02 24 41 oder mit einer E-Mail an info@heimatmuseum-zehlendorf.de geordert werden.