Kurzmeldungen

Veröffentlicht am 17.03.2022 von Boris Buchholz

  • Aus der Kinder- und Jugenddisko „Pop Inn“ in der Ahornstraße soll eine Kita werden. Mindestens seit 2013 steht das ehemalige Diskogebäude in der Ahornstraße 15 unweit der Schloßstraße leer: Das Gebäude wanderte zwischen Bezirk und Senat hin und her, Ideen für die Nutzung gab es viele, tragfähige Konzepte für die Umsetzung wenige. Nun hat die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen; seit Januar ist klar, dass in der alten Teenie-Disko eine Kita mit 78 bis 84 Plätzen entstehen soll. „Wir begrüßen das Ergebnis der Machbarkeitsstudie sehr“, sagte Jugendstadträtin Carolina Böhm (SPD) in der Sitzung der Bezirksverordneten am Mittwoch. Es gebe rund um die Schloßstraße „einen großen Handlungsdruck“ und eine Kita-Unterversorgung. Jetzt müssten die Details geklärt werden, auch die Frage, ob die Kita künftig wieder in das Vermögen des Bezirks wechselt, sei noch nicht entschieden. Sicher seien aber, das stellte sich bei Nachfragen des Linken-Bezirksverordneten Dennis Egginger-Gonzales heraus, zwei Dinge: Die neue Kita wird barrierefrei sein und sie wird über einen Dachgarten zum Spielen für die Größeren verfügen. Denn Spielflächen sind in der Ahornstraße leider Mangelware.
  • Bauprojekt Lichterfelde-Süd: Kein Baubeginn in 2022. Die Groth-Gruppe, die in Lichterfelde-Süd 2500 Wohneinheiten bauen möchte, rechnet nicht mehr mit einem Baustart in diesem Jahr. Erst wenn der Bebauungsplan öffentlich ausgelegt worden und von der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) beschlossen worden ist, können Baugenehmigungen beantragt werden. Doch die öffentliche Auslegung des B-Plans habe sich durch die Wahlen und die Konstituierung des neuen Bezirksamts verzögert, schreibt das Unternehmen in seinem „9. Newsletter Neulichterfelde“. „Bedauerlicherweise konnten weder der anvisierte Termin der öffentlichen Auslegung ‚vor den Wahlen‘, noch der Termin ‚im März‘ erreicht werden“, heißt es. Das Bezirksamt habe dem Unternehmen jetzt mitgeteilt, dass nun eine Auslegung im Mai 2022 vorgesehen sei. „Wir hoffen, genau wie Sie, dass dieser Termin eingehalten wird“, schreibt die Groth-Gruppe. Erst nach der Auslegung, die mindestens vier Wochen dauern werde, und dem Beschluss durch die BVV könnten Baufirmen angesprochen und Baupreise eruiert werden. Damit sei der Baubeginn in 2022 nicht mehr möglich. Auch ein angekündigter Informationspavillon der Groth-Gruppe zum Bauprojekt werde erst eröffnet, „wenn das Planungsrecht gesichert ist“.
  • Bildung für mehr Nachhaltigkeit: Teachers for Future Germany besuchten heute die Schweizerhof-Grundschule. Mit den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen im Gepäck bereist der Verein „Teachers for Future“ bis zum 4. Mai alle Bundesländer – 17 Schulen stehen auf dem Tour-Programm. Je Nachhaltigkeitsziel besuchen sie jeweils eine Schule, deren Schülerinnen und Schüler sich mit einem der nachhaltigen Ziele auseinandersetzen, Projekte gestalten und Visionen für die Schule der Zukunft entwickeln. Heute, am 17. März, waren die Lehrkräfte für die Zukunft auf ihrer Reise bei der Zehlendorfer Schweizerhof-Grundschule zu Gast. Thema des Besuchs: das Nachhaltigkeitsziel Nummer 12, „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“. Am 4. Mai ist dann die Schlussetappe erreicht: Bei einer virtuellen Veranstaltung kommen Schülerinnen und Schüler, Lehrende und Schulleitungen zusammen. Mehr Informationen über die Reise finden Sie hier auf teachersforfuture.org.
  • Das Amt für Soziales spricht jetzt dienstags auch russisch und rumänisch. Ab sofort steht im Rathaus Lankwitz einmal die Woche während der Sprechstunden von 9 bis 11 Uhr eine Sprachmittlerin für Rumänisch und Russisch zur Verfügung. Sie bietet ihre Unterstützung insbesondere in den Bereichen Soziale Wohnhilfe sowie Materielle Hilfen zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung an. Neben Rumänisch und Russisch gibt es bereits einen arabisch- und französischsprachigen Übersetzungsdienst. Die neue Sprachmittlerin ist im Rahmen des Projekts „Integrationslotsinnen und Integrationslotsen in Berlin“ von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales aktiv.
  • Es wird an der Datenbank gearbeitet: Am 21. März bleiben alle Berliner Büchereien geschlossen. Wegen „umfassender Wartungsarbeiten an der Datenbank“ bleiben die Lesesäle und Ausleihen am kommenden Montag geschlossen. Auch die Website www.voebb.de wird offline sein. Das digitale „Aus“ dauere nur einen Tag, ist sich die Stadtbibliothek Steglitz-Zehlendorf sicher. Ab Dienstag, dem 22. März, könne wieder wie gewohnt recherchiert, gelesen und ausgeliehen werden. Um Säumnisgebühren zu vermeiden, sollten Sie allerdings rückgabepflichtige Medien bis spätestens Samstagabend verlängert haben – oder Sie nutzen am Montag die Rückgabe-Außenanlage, die werde auch ohne Datenbank weiterbetrieben.
  • Was daraus folgt: „Erneuerbare Energien sind Freiheitsenergien“. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat das gesagt. Klingt toll, aber dafür muss jetzt auch viel getan werden. Wo und wie Wind, Sonne oder Biogas mittelfristig Erdgas und Öl aus Russland ersetzen können, erklärt Simone Peter vom Bundesverband Erneuerbare Energien im Tagesspiegel-Klimapodcast „Gradmesser“ meiner Kollegin Ruth Ciesinger. In der aktuellen Folge geht es auch darum, wo wir Energie einsparen können – das kam bisher in der Debatte etwas zu kurz. Zum „Gradmesser“ geht es hier: tagesspiegel.de.