Macher

Ab März 2018: Jürgen Lillteicher wird neuer Leiter des AlliiertenMuseums

Veröffentlicht am 09.11.2017

Endlich wird die Zukunft des Hauses an der Clayallee etwas klarer: Der Trägerverein des Museums (er besteht aus sieben hochkarätigen und internationalen Mitgliedern: die Bundesrepublik Deutschland, die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Frankreich, das Land Berlin, die Stiftung Deutsches Historisches Museum sowie das Institut für Zeitgeschichte) hat getagt und den 49-jährigen Historiker Jürgen Lillteicher einstimmig zum neuen Leiter bestimmt. Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, begrüßte die Entscheidung: „Jürgen Lillteicher ist dank seiner langjährigen Erfahrung bei der Projektentwicklung und beim Neuaufbau von Museen prädestiniert, den geplanten Umzug des AlliiertenMuseum an den ehemaligen Flughafen Tempelhof voranzutreiben und umzusetzen.“ Der neue Museumschef soll sein Amt am 1. März 2018 antreten. Seit 2007 ist Lillteicher Leiter des Willy-Brandt-Hauses Lübeck, das ebenso vom Bund finanziert wird wie das Museum.

Zwei Jahre lang war die Leitungsstelle unbesetzt: 2016 wechselte die bisherige Direktorin, Gundula Bavendamm, an die Spitze der Stiftung Flucht Vertreibung Versöhnung. Seit April 2016 leitet Bernd von Kostka das AlliiertenMuseum kommissarisch. Auch wenn sich der Nebel um die Leitungsebene lichtet, bleibt die Zukunft des Kulturstandorts an der Clayallee nach dem Umzug des Museums nach Tempelhof ungewiss.

Boris Buchholz