Namen & Neues

Mehr Bedarf: In der Plantagenstraße entsteht im Sommer eine neue zweizügige Grundschule

Veröffentlicht am 24.05.2018 von Boris Buchholz

Die Grundschulen rund um den Bismarck-Kiez können sich vor neuen Schülerinnen und Schülern kaum retten: Die Sachsenwald-Grundschule, die Grundschule am Stadtpark Steglitz, die Grundschule an der Bäke und die Dunant-Grundschule sind übernachgefragt, sie platzen aus vielen Nähten. Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) macht dafür einen „Generationenwechsel“ im Kiez verantwortlich: „Sehr viele Ältere sind ausgezogen, die Wohnungen sind von jungen Familien übernommen worden.“ Seit Monaten plant deshalb das Schulamt an einer neuen Grundschule in der Steglitzer Plantagenstraße 8. Das Schulgebäude der ehemaligen Schmidt-Ott-Schule (die Realschule wurde aufgelöst als die Integrierten Sekundarsschulen eingeführt wurden) beherbergt zur Zeit Kurse der Volkshochschule – das VHS-Hauptquartier in der Lichterfelder Goethestraße wird bis zum Sommer saniert. Die neue Grundschule – bisher heißt sie technisch „34. Grundschule“ (oder amtskurz 06G34) – soll zum Schulstart in der zweiten Augusthälfte mit zwei ersten Klassen ihren Betrieb aufnehmen.

Ganz stimmt das mit der neuen Schule nicht. Zunächst wird die neue Bildungseinrichtung als Filiale der Sachsenwald-Grundschule geführt. „Ab Klasse zwei oder drei sind es genügend Schüler, dass eine eigene Schulleitung und dann tatsächlich eine eigenständige Schule entsteht“, erklärt Richter-Kotowski. Das bestehende Gebäude werde nach dem Auszug der VHS für 500.000 Euro aus der baulichen Unterhaltung für den Schulbesuch der zukünftigen Erstklässler hergerichtet. Wenn die Schule im Laufe der Jahre wächst und die Kinder Klassenstufe um Klassenstufe erklimmen, wird der Platz im Schulgebäude eng. Dann muss das neue Hortgebäude fertig sein, dass der Bezirk auf dem bisher brach liegenden Nachbargrundstück (dort war einmal eine Kita projiziert) errichten möchte. Die Kosten von 7,5 Millionen Euro muss der Bezirk über die Investitionsplanung beim Senat beantragen.

Eine Besonderheit des neuen Standorts erwähnt die Bezirksbürgermeisterin im Gespräch: Der gesamte Sanitärbereich ist nur über den Schulhof erreichbar, „das ist nicht so ganz glücklich gelöst“. Sie sei gespannt, was „die Bauleute“ als Lösung vorschlagen würden. In der Clemens-Brentano-Grundschule wurde das gleiche Problem durch eine Überdachung der Wege gelöst. Die Bezirksverordnetenversammlung hat letzte Woche einstimmig die Gründung der neuen Schule beschlossen – laut einer Planung des Schulamts von Februar soll die 34. Grundschule 52 neue Plätze haben.

Anzeige