Namen & Neues

Spekulation oder Baustart? Ehemalige Seniorenwohnungen am Ostpreußendamm verfallen

Veröffentlicht am 01.11.2018 von Boris Buchholz

Im Jahr 2011 erwarb Peter Janssen die ehemalige Seniorenwohnanlage „Dr. Peter Bloch“ im Ostpreußendamm 31 – seitdem verfällt sie mehr und mehr. Zusammen mit seinen Kindern betreibt Investor Janssen vier Seniorenwohnhäuser „der gehobenen Pflegekaste“, wie der Tagesspiegel-Immobilien-Experte Gerd W. Seidemann schreibt. Dass er außerdem, „quasi als sehr kostspieliges Hobby“, ein Samurai-Museum an der Clayallee führt, gilt meinem Kollegen als Indiz dafür, „dass sich ein Geschäft mit Pflegeheimen und ein Jonglieren mit Immobilien“ durchaus lohnen könne.

„Niemand hat die Ansicht, diesem Eigentümer unlautere Absichten zu unterstellen“, aber Kollege Seidemann fragt sich doch, warum man sich erst ein heruntergewirtschaftetes Seniorenwohnheim kauft und es dann verrotten lässt. Eine mögliche Antwort: Seit 2011 hat das knapp 4000 Qudratmeter große Grundstück um mehr als einhundert Prozent an Wert gewonnen. Das Motto könnte sein: kaufen, liegen lassen, Preise steigen lassen und dann irgendwann verkaufen. Doch Peter Janssen weist diese Vorwürfe von sich. Er wolle am Ostpreußendamm eine neue Seniorenresidenz bauen, allein: Ein anderes Projekt habe zuerst bearbeitet werden müssen. Aktuell würde mit dem Stadtplanungsamt ein Bebauungskonzept entwickelt werden. Rückfrage bei Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski (CDU), die auch für Stadtplanung verantwortlich zeichnet: Im Mai dieses Jahres habe es ein Gespräch über ein Konzept für betreutes Wohnen mit Tagespflege“ gegeben. Den ausführlichen Beitrag meines Kollegen finden Sie online auf tagesspiegel.de.

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