Namen & Neues

Im Überblick: Veranstaltungen zum 9. November

Veröffentlicht am 08.11.2018 von Boris Buchholz

Am Freitag jährt sich die Reichspogromnacht zum 80. Mal. In Steglitz-Zehlendorf wird den Opfern des Rassenhasses bei einer Vielzahl von Veranstaltungen gedacht. Eine Übersicht (ohne den Anspruch zu haben, dass die Liste vollständig ist):

11 Uhr, Im Dol 67a: Verlegung eines Stolpersteins für Hildegard Rosenthal. Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski, Andreas Nachama (Direktor der Topografie des Terrors und Rabbiner), die Superintendenten Johannes Krug (Evangelischer Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf) und Thomas Seibt (Evangelischer Kirchenkreis Steglitz) und Schülerinnen und Schüler der Gail S. Halvorsen Schule werden an der Verlegung teilnehmen. Michael Rohrmann vom Projekt Stolpersteine wird den Gedenkstein in das Pflaster setzen. Im Anschluss wird Ben Barkow, der Direktor der Wiener Library aus London und Familienangehöriger von Hilde Rosenthal, im Martin-Niemöller-Haus von ihrem Leben und von den Lebenswegen ihrer Geschwister berichten.

11 Uhr, Spanische Allee 10: Mitarbeiter des Evangelischen Krankenhauses Hubertus putzen Stolpersteine. „Die Mitarbeiterschaft möchte ein Zeichen setzen gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sowie der Opfer des Nationalsozialismus gedenken“, schreibt Saskia Schöne von der Öffentlichkeitsarbeit des Krankenhauses.

16 Uhr, Johanneskirche, Matterhornstraße 35: 1938: Nach Sachsenhausen verschleppt – Rundgang in Schlachtensee. Die Mitglieder der AG Spurensuche Schlachtensee kennen die Namen von drei Menschen, die am 9./10. November 1938 aus ihren Wohnungen heraus nach Sachsenhausen verschleppt wurden: Georg Flatow, Rudolf Guttstadt und Fritz Wisten. Sie wurden als Juden von den Nazis verfolgt, gepeinigt. Dirk Jordan von der AG Spurensuche: „Über die Situation der Verhaftung und der Rückkehr aus Sachsenhausen haben Angehörige berichtet, diese Texte werden wir auf dem Rundgang verlesen.“ Georg Flatow wurde in Auschwitz ermordet, Rudolf Guttstadt nahm sich 1939 das Leben, Fritz Wisten überlebte.

16 Uhr, Hermann-Ehlers-Platz: Kranzniederlegung an der Spiegelwand. Es sprechen Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski und Andreas Nachama, Rabbiner der Synagoge Sukkat Schalom.

16.30 Uhr: Schweigegang zum ehemaligen Jüdischen Blindenheim Haus Nazareth, Wrangelstraße.

17 Uhr, Matthäuskirche, Schloßstraße 44: Gottesdienst. Es singt der Chor der Gemeinde Sukkat Schalom unter der Leitung von Kantorin Esther Hirsch. Es spielen Max Hacker und Thomas Hähnlein von der Leo-Borchard-Musikschule.

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